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"Uns hat keiner gefragt"

Positionen der dritten Generation zur Bedeutung des Holocaust
Einladung zum Podiumsgespräch am 27.1.03

um 19 Uhr im Atrium des Willy-Brandt-Hauses, Wilhelmstr. 141, 10963 Berlin

Einführung: Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident und Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie

Podium: Michael Roth, MdB, Netzwerk Berlin und Mitglied des Kulturausschusses des Deutschen Bundestages; Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Politikwissenschaftlerin und Autorin des Buches "Die beschwiegene Schuld"; Dr. Christian Staffa, Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. im Gespräch mit Jens Fabian Pyper, Johannes Valentin Schwarz, Charlotte Misselwitz und anderen Autoren des Buches "Uns hat keiner gefragt" - Positionen der dritten Generation zur Bedeutung des Holocaust, Hrsg. v. Jens Fabian Pyper, PHILO Verlag, Berlin 2002

Moderation: Dr. Barbara Strohschein, Schriftstellerin und Philosophin

"Uns hat keiner gefragt" - so heißt ein jüngst von einer Gruppe junger Studenten veröffentlichtes Buch mit kontroversen "Positionen der dritten Generation zur Bedeutung des Holocaust". Der Band enthält eine Sammlung von Aufsätzen zur Debatte um nationale Identität in Deutschland, zur Holocaust-Erinnerung aus jüdisch-israelischer Perspektive, zum Holocaust-Mahnmal in Berlin sowie - als Hintergrund für ostdeutsche Zugänge zur Problematik - zur Lage von Juden in der DDR. Gemeinsames Leitmotiv der verschiedenen Texte ist die Auseinandersetzung junger Deutscher mit der Kanonisierung des Gedenkens an den Holocaust. Anhand konkreter Beispiele suchen die Autoren nach den lebendigen Wurzeln des Erinnerns, sie hinterfragen die Erinnerungskultur der Deutschen und entdecken persönliche Wege, eigene Erfahrungen fern vom Schulbuchwissen zu machen. Dies sei heute nötig, lautet die These der Autoren, weil die Art und Weise der Verarbeitung nationalsozialistischer Geschichte durch die Generation ihrer Eltern eine echte und zeitgemäße Auseinandersetzung verhindere.

Am Holocaust-Gedenktag soll in einem Podiumsgespräch der Austausch zwischen "zweiter" und "dritter" Generation über unterschiedliche Geschichtsbilder, über die Verantwortung des Einzelnen und die Suche nach der eigenen Identität in Abgrenzung zur Elterngeneration diskutiert werden. Dazu lädt Sie das Kulturforum der Sozialdemokratie in Zusammenarbeit mit der "Berliner Republik" sowie dem Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern herzlich ein.

Achtung: Aufgrund aktueller Sicherheitsvorkehrungen bitten wir Sie, Ihren Personalausweis mitzubringen. Dafür bitten wir um Verständnis. Um Verzögerungen zu vermeiden, ist eine vorherige Anmeldung per Email info@kulturforum.org oder Fax 030-25991324 vorteilhaft.

 

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»Der Krieg ist hier manchmal so präsent, so zeitlich nah, dass ich zumindest eine leise Ahnung von den Geschehnissen KRIEGe. Und in diesen Momenten weiß ich, wie wichtig der Ort Wolgograd für die russische und deutsche Geschichte ist.«

Ulrike Bischoff, 20 Jahre, ASF-Freiwillige in Wolgograd

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