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Ruth Misselwitz zur neuen Vorsitzenden der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste gewählt

Pressemitteilung vom 13.05.2001

Die Ostberliner Bürgerrechtlerin Ruth Misselwitz wurde am Wochenende bei der Mitgliederversammlung der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in Berlin zur neuen Vorstandsvorsitzenden des Vereins gewählt. In ihrer Rede vor den Mitgliedern wies die Pfarrerin einer evangelischen Kirchengemeinde in Berlin-Pankow darauf hin, dass sie angesichts zunehmender sozialer, ethnischer und politischer Spannungen in der Welt die interkulturelle Verständigung, die im Mittelpunkt der ASF-Freiwilligendienste steht, für unverzichtbar halte.

Ruth Misselwitz übernimmt das Amt von Dr. Manfred Karnetzki, der acht Jahre an der Spitze der Organisation gestanden hatte und aus Altersgründen zurücktrat. Er hatte das Amt 1993 in einer schwierigen Phase des Zusammenwachsens der beiden Teilorganisationen Aktion Sühnezeichen in der DDR und der westdeutschen Aktion Sühnezeichen Friedensdienste übernommen und die Arbeit über die Jahre konsolidiert. Es sei Zeit für einen Generationswechsel, betonte der heute 72-Jährige.

„Ich will den Weg der Vereinigung weitergehen“, sagte Ruth Misselwitz, die 1981 in der DDR den Pankower Friedenskreis gegründet und in der Wendezeit 1989/90 den Runden Tisch in Pankow moderiert hatte. Ruth Misselwitz ist 49 Jahre alt und war bei der Mitgliederversammlung vor einem Jahr zur Beisitzerin im ASF-Vorstand gewählt worden.

Rückfragen an:
Johannes Zerger, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Auguststr. 80, 10117 Berlin, Telefon: 030/28395-203, Fax: 030/28395-135, zerger[at]asf-ev[dot]de

 

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»Der Krieg ist hier manchmal so präsent, so zeitlich nah, dass ich zumindest eine leise Ahnung von den Geschehnissen KRIEGe. Und in diesen Momenten weiß ich, wie wichtig der Ort Wolgograd für die russische und deutsche Geschichte ist.«

Ulrike Bischoff, 20 Jahre, ASF-Freiwillige in Wolgograd

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