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Die beiden Organisationen beteiligten sich mit einer Fußgängergruppe am Demozug, die ein Tuch in Form eines »Rosa Winkels« und Tafeln mit Biographien und Fotos von Menschen trug, die in der NS-Zeit verfolgt wurden oder sich damals besonders für die Rechte von Schwulen und Lesben engagiert haben.
In einer dazu verteilten Erklärung hieß es:
„Damit rufen wir ins Gedächtnis, dass
• Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt, diskriminiert, verfolgt und ermordet wurden,
• viele Überlebende bis heute an den Folgen leiden,
• Diskriminierung, Bestrafung und Ablehnung von Homosexuellen auch nach 1945 weitergingen und sie jahrzehntelang auf die Anerkennung als NS-Verfolgte warten mussten,
• die Rechte von Lesben und Schwulen immer wieder verteidigt werden müssen.“
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) engagieren sich jedes Jahr über 300 SommerlagerteilnehmerInnen und 180 langfristige Freiwillige in vielfältigen sozialen und politischen Einrichtungen in 13 Ländern. Unter anderem in schwul-lesbischen Projekten wie dem Schwulen Museum und dem Mobilen Salon in Berlin, dem Jerusalem Open House in Israel und der Sexual Minority Youth Assistance League in den USA. Mit ihren Freiwilligen setzt sich ASF für Frieden, Verständigung und den bewussten Umgang mit der NS-Geschichte ein und kämpft gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung.
Schwules Museum Berlin
Das Schwule Museum Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, das öffentliche Bild von Schwulen zu differenzieren und eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Erforschung schwuler Geschichte
zu gewährleisten. Dadurch soll erreicht werden, schwules Leben sichtbar und präsent zu machen,
um Toleranz und Akzeptanz gegenüber Schwulen in der Allgemeinheit zu fördern und einer Ablehnung und Diskriminierung entgegenzuwirken. Damit eng verbunden ist eine Stärkung schwulen Selbstbewusstseins und schwuler Identität.






