Mit dem anbrechenden Frühling beginnt in der Gedenkstätte Augustschacht und in meinem Leben eine rege Zeit. Ich werde viele Projekte begleiten, lernen und anderen Wissen vermitteln.
In der Gedenkstätte haben die Vorbereitungen für ein ZeitzeugInnentreffen in der Ukraine begonnen. Fünf SchülerInnen und LehrerInnen aus Osnabrücker Gymnasien und MitarbeiterInnen der Gedenkstätte werden sich für eine Woche im Mai mit ehemaligen ukrainischen ZwangsarbeiterInnen treffen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Osnabrück verschleppt worden waren. Ich werde für die deutsche Gruppe dolmetschen und sie begleiten. Um die Schüler auf die Reise vorzubereiten, habe ich für sie einen Workshop über die Ukraine - die Geschichte und Kultur - organisiert. Weiter geplant sind die Einführung in Interviewtechniken und ein kleiner Sprachkurs.
ASF-Sommerlager in der Gedenkstätte Augustaschacht im Juli 2010
Parallel beginnt die Vorarbeit für das ASF-Sommerlager in der Gedenkstätte Augustaschacht vom 12. bis 25. Juli 2010 (Link auf Sommerlagerprogramm). Das Sommerlager ist ein weiteres wichtiges Projekt für mich und die Gedenkstätte. Ich freue mich darauf als Teamerin meine pädagogischen Fähigkeiten und eigene Erfahrungen in diesem Bereich einzubringen. Ich soll das zweiwöchige Programm zusammenstellen und eine erfolgreiche Zusammenarbeit der TeilnehmerInnen aus verschiedenen Ländern organisieren.
Für Osterferien plane ich eine kurze Reise nach Barcelona. Es ist schon lange mein Traum diese spannende Stadt zu besichtigen. Der Freiwilligendienst lässt diesen Traum bald Wirklichkeit werden. Kunstwerke von Gaudi, Kathedrale und Kirche, das Olympiastadion und noch mehrere Sehenswürdigkeiten bilden eine tolle Mischung zwischen Moderne und alter Geschichte. Der Ausflug in die katalanische Metropole gibt mir bestimmt Wissen, gute Stimmung und große Anregung für meine weitere Arbeit in Osnabrück.
So sieht mein Freiwilligendienst und das Leben im Frühling im Osnabrücker Land aus. Kann da der Sommer noch „heißer“ werden? Bestimmt ja ….
Autorin: Helena Strigina (22) kommt aus Weißrussland und arbeitet als ASF-Freiwillige seit August 2009 in der Gedenkstätte Augustaschacht bei Osnabrück.
![]() |
Der Freiwilligendienst von Helena Strigina wird hauptsächlich durch Spenden finanziert. Tragen Sie / tragt ihr dazu bei, dass weiterhin viele junge Menschen aus einem der ASF-Projektländer mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste einen Freiwilligendienste in Deutschland leisten können.







