Aktion Sühnezeichen
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Im Blickpunkt: Berichte aus den ASF-Ländern

In der Rubrik „Im Blickpunkt“ informieren wir über ein Land, in dem ASF arbeitet und Freiwillige einen Freiwilligendienst leisten, mit aktuellen Texten über Themen wie NS-Aufarbeitung, Erinnerungspolitik, Überlebendenberichte und Antisemitismus berichten und die ASF-Projektarbeit vor Ort vorstellen.

 

 


 

 


Tschechien

Herzlich Willkommen zum aktuellen Länderschwerpunkt zur ASF-Arbeit in Tschechien: ein Land, das so nah und gleichzeitig so fern scheint, da der kleine Nachbar in den deutschen Medien verhältnismässig wenig präsent ist.

 

In diesem Länderschwerpunkt will die Gruppe der aktuellen ASF- Freiwilligen Ihnen und Euch einen Einblick in ihre Erfahrungen geben. So schreibt Susanne Jacobi über ihre Arbeit mit Menschen mit Behinderungen in Brüno und Felix Sens analysiert die gesellschaftlicher Situation tschechischer Roma.

 

Das und viele weitere Eindrücke von der ASF-Arbeit in Tschechien gibt es in diesem Länderschwerpunkt zu lesen.

 

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Niederlande

Vor 70 Jahren – am 10. Mai 1940 – begann der Überfall des nationalsozialistischen Deutschlands auf die Niederlande und Belgien. In nur fünf Tagen wurde das ganze Land besetzt. Drei Viertel der 140.000 Juden und Jüdinnen, die 1940 in den Niederlanden lebten, wurden Opfer der NS-Vernichtungspolitik. Entsprechend emotional berührt verfolgen viele NiederländerInnen heute den Prozess gegen den ehemaligen Wachmann des Vernichtungslagers Sobibor, wo rund 30.000 Jüdinnen und Juden aus den Niederlanden ermordet wurden. Die ASF-Landesbeauftragte Barbara Schöpping beschreibt die niederländische Rezeption des Prozesses am Münchener Landgericht.

 

Die ASF-Freiwillige Nele Weduwen berichtet über ihren Friedensdienst im Anne Frank Haus in Amsterdam und Karen Polak vom niederländischen ASF-Freundeskreis schreibt über Gegenwart von Geschichte in der ASF-Arbeit in den Niederlanden.  Dieser Blickpunkt bietet einen aktuellen Einblick in die ASF-Arbeit in den Niederlanden, die seit nunmehr über 50 Jahren im Zeichen von Verständigung und Versöhnung steht.

 

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Schon ein Jahr nach dem Aufruf zur Gründung der Aktion Sühnezeichen begann die Arbeit in Norwegen. Freiwillige verwirklichten 1959 und 1960 zwei Bauprojekte im Norden des Landes: ein Wirtschaftsgebäude für das Behindertenheim Trastad Gaard und eine Kirche in Kokelv/Finnmark. Pastor Gilleberg, Direktor des Behindertenheims, schrieb damals: "Es war ein Idealismus, der brannte. Und dieser Idealismus bewirkte, dass die Aktion gelang. Im Jahre 1959 gab es viel Hass gegenüber den Deutschen, und die erste Gruppe bekam dies zu spüren. Ich weiß bestimmt, dass die Aktion und was sie hier geleistet hat, eine Aussöhnung in der Stille war."

 

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Als Aktion Sühnezeichen 1961 mit der Arbeit in Israel begann, war das deutsch-jüdische Verhältnis durch die NS-Verbrechen extrem belastet. Die Freiwilligen leisteten Pionierarbeit im zwischenmenschlichen und zwischenstaatlichen Bereich. Heute haben über 1500 ASF-Freiwillige ihren Friedensdienst in Israel geleistet, der geprägt ist durch die intensive Begegnungen mit Überlebenden der Shoah und die Konfrontation mit aktuellen gesellschaftspolitischen Problemen des Landes.

 

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Polen

Die Aussöhnung mit Polen und das Engagement dafür, dass die deutsch-polnischen Beziehungen vor dem Hintergrund des deutschen Überfalls auf Polen vor siebzig Jahren eine besondere Bedeutung haben, gehören zu den Grundlagen der Arbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Ab den 1960er Jahren begannen engagierte ASZ-AktivistInnen in der DDR und ASF-AktivistInnen in der Bundesrepublik mit vielen kleinen Schritten der persönlichen Annährung und Versöhnung – jenseits der jeweiligen Regierungspolitik. Heute blicken die polnischen PartnerInnenorganisationen und ASF auf fünf Jahrzehnte Friedensdienst in Polen zurück. Dieser Länderschwerpunkt bietet einen Einblick in die spannende und vielfältige aktuelle ASF-Arbeit in Polen und einige Texte, die sich anlässlich des 70. Jahrestags des Kriegsbeginns mit den Perspektiven und Schwierigkeiten europäischer Erinnerungsdiskurse beschäftigen.

 

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RUMÄNIEN

In diesem Jahr ist ASF nach langer Zeit wieder in Rumänien aktiv: Bei einem Sommerlager in Timosoara helfen vom 15. bis 29. August 2009 zwanzig junge Freiwillige beim Aufbau einer Jugendfarm. Grund genug, unseren neue Rubrik „Im Blickpunkt“ mit Rumänien zu beginnen.  Nicola Schieweck, die ASF-Landesbeauftragte in Frankreich, und Idan Segev, ASF-Mitarbeiter im Pariser Büro, haben mit der stellvertretenden Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Bukarest und mit einer Vertreterin  vom „Verband der Juden und Holocaust Opfer Rumäniens“  ein Interview über das Leben der Jüdischen Gemeinden in Rumänien geführt.

Hier geht zu einer Sammlung von Hintergrundartikeln über die allgemeine politisch und soziale Situation in Rumänien weiter->

Hier geht es zum Interview weiter->

 


 


»Zerstörung kann nicht immer ungeschehen gemacht werden, aber Beziehungen können wieder aufgebaut werden. Das gilt nicht nur für Nationen, sondern auch für Individuen, und es ist die einzig mögliche Grundlegung für Frieden.«

Erika Brooks, ASF-Freiwillige aus den USA in Berlin