Aktion Sühnezeichen
Logo
     
 
 
   
   
   

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Lebenszeichen: Freiwillige berichten

Erfahrungen und Abenteuer - Neues von den ASF-Freiwilligen


Berichte vom Freiwilligendienst


Über ihre Erfahrungen, Eindrücken und Begegnungen, über Abenteuern, Inspirationen und Weiterentwicklungen berichten ASF-Freiwillige in den Lebenszeichen. Viele Beiträge der aktuellen und dritten Ausgabe beschäftigen sich mit der Arbeit mit älteren Menschen und Überlebenden der Schoa. Die Berichte spiegeln das Engagement der Freiwilligen und ihre Nähe zu den Menschen, ihren Projekten und der jeweiligen Gastgesellschaft wieder, die die jungen Frauen und Männer in den knapp acht Monaten ihre Friedensdienstes aufgebaut haben. Ob aus Prag, Berlin, Jerusalem, Majdanek, Paris oder St. Entienne - hier lesen Sie, lest Ihr, was die Freiwilligen bewegt.

 



"Mein Vater ist viel stärker als die Russen“

von Keno Kunkel

 

Mittwochs ist Kindertag. Da organisieren meine MitstreiterInnen vom „Entraide Pierre Valdo“ und ich ein Programm nur für die Kinder. Morgens helfen wir ihnen bei den Schulaufgaben, malen Bilder oder spielen. Nachmittags machen wir Ausflüge und besichtigen dabei Museen, nutzen das kulturelle Programm städtischer Bibliotheken oder fahren im Winter Schlitten an den nahe liegenden Hängen des Zentralmassives.

 

Weiter->

 


Wenn Stöcke und Krücken durch die Luft wirbeln ...

von Almut Klose

 

Es ist Dienstag, eigentlich mein normaler Bürotag bei Živá paměť – einer Anlaufstelle für Opfer des Nationalsozialismus und Dialog zwischen den Generationen – in Prag. Heute läuft mein Bürotag aber mit einem kleinen Event ab. „Volkslieder singen“ steht auf  dem Programm, das Živá paměť monatlich für seine KlientInnen – ältere Menschen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung in Tschechien verfolgt wurden  – anbietet. Ich bin gespannt, wie das Singen heute wird und bereite den Raum vor.

 

Weiter->

 

 


Wer umsorgt wen?

von Hans Rusinek

 

Wie naiv ich doch war, als ich mich vor etwa einem Jahr mit den verschiedenen ASF-Projekten befasste. „Altenarbeit? Wer will denn den sowas? Das kann ich ja auch in Deutschland machen“ – Nein, darauf hatte ich nun wirklich keine Lust. Zum Glück kommt es im Leben nicht immer wie geplant. Als Israel-Freiwilliger von ASF arbeite ich nämlich in so genannten Kombinationsprojekten – das heißt für mich: Helfen im „Moshe-Dayan-Center for Jewish Arab Cooperation“ und eben auch Helfen in einem Altenheim.

 

Weiter->

 

 



Vage Antworten in der deutschen Botschaft

 von Max Hilck

 

Vom 22. bis zum 27. Januar 2010 habe ich an der Jugendbegegnung des Deutschen Bundestages teilgenommen. Diese fand anlässlich der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages am 27. Januar 2010 zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt und hatte „Krieg, Besatzung, Völkermord – Polen nach dem deutschen Überfall 1939-1945“ zum Thema. Die Begegnung führte die rund 70 TeilnehmerInnen nach Warschau.

 

Weiter->

 

 

 



Pure Lebensfreude  – das Purimfest in Afula

von Luise Elisabeth Müller

 

Schon viele Wochen vor dem Purimsfest konnte ich die wachsende Vorfreude auf den Feiertag hier in Beit Uri spüren. Die BewohnerInnen und MitarbeiterInnen des dritten Hauses, in dem auch ich arbeite, sollten bei der Purimfeier die Esthergeschichte als Theaterstück vorführen. Es gab keinen festgelegten Plan für das Theaterstück. Immer wieder wurde die Geschichte an der einen oder anderen Stelle ausgeschmückt oder etwas verkürzt, um sie noch spannender zu gestalten. Bis zur Generalprobe wusste niemand so richtig, wie die einzelnen Szenen aussehen sollten. Doch diese Freiheit beunruhigte niemanden, an Purim ist schließlich fast alles erlaubt.

 

Weiter->

 

 


Besuch bei einer alten Dame

von Marvin Lindberg

 

Es ist 8 Uhr, mein Radiowecker schaltet sich ein. Ein polnischer Nachrichtensprecher verkündet monoton seinen Bericht, von denen ich in etwa nur jedes vierte Wort verstehe. Es ist Freitag, ein besonderer Tag. Nicht nur weil ich relativ gesehen ausschlafen kann, sondern weil jeder Freitag einen besonderen Stellenwert für mich hier in Polen einnimmt, denn heute besuche ich jemanden. Pani Ewa öffnet die Tür. Sie trägt eine braune Bluse, man sieht ihr nicht sofort an, dass sie schon 87 Jahre alt ist. Ihre Gestalt ist damenhaft und ihre Grazie hat sie nie verloren. Auch ihre schwere Krankheit lässt ihre Würde intakt.

 

Weiter->

 

 



Ein Leben und eine Stadt voller Gegensätze mitten in Frankreich

von Leonie Jegen

 

Saint Etienne. Saint Etienne ist für mich eine Stadt der Gegensätze. Die Stadt wirkt wenig einladend, kahl und leer. Mit Leben erfüllt wird sie nur durch die Einkaufsstraßen und die wenigen Bars bzw. Kinos. Im Kontrast dazu steht die außergewöhnliche Freundlichkeit der BewohnerInnen St. Etiennes. Eine bunte Mischung von Menschen. Sie sind offen, herzlich und unkompliziert. Als Berlinerin fällt es mir schwer mich an das Klima der Stadt zu gewöhnen.  An die Stelle der Berliner Frühstückscafés treten die engen, überfüllten Pubs. Die Gehetztheit wird abgelöst von aufrichtiger Hilfsbereitschaft. Der Freundlichkeit der Menschen hier begegne ich mit immer mit einer Spur von Misstrauen. Was will der oder die denn jetzt von mir?

 

Weiter ->

 


Spannender als jedes gute Buch

von Philipp Wollert

 

„Ich habe in Marseille für die Mafia gearbeitet und fast alle meine Freunde sind dort ums Leben gekommen“, berichtet mir ein alter Herr während einer meiner Besuche als Freiwilliger für die „petits frères des Pauvres“ in einem Pariser Altersheim. In den letzten Monaten hatte ich mehr und mehr Kontakt zu den alten Menschen, die von meiner Organisation Les petits frères des Pauvres betreut werden.

 

Weiter->

 

 

 



Israel per Bus entdecken

von Eric Eibeck

 

Egal, was ich Neues entdecke: In Israel habe ich einen ständigen Begleiter. Er nennt sich Egged, ist quadratisch und leuchtet in einem saftigen Grasgrün. Wer sich einen Eindruck von der israelischen Gesellschaft machen möchte, sollte sich einfach in eine Jerusalemer Egged-Buslinie zwischen Nord und Süd oder Ost und West setzen und die Augen weit offen halten. Nichts ist leichter – und günstiger – als das: Eingequetscht zwischen jungen Soldaten mit Sturmgewehren zwischen den Knien, neben Orthodoxen Juden in schwarzem Anzug und Hüten oder einfach nur zwischen viele Menschen mit Kippas auf dem Kopf. Für 1,20 Euro gibt es viel zu sehen.

 

Mehr->

 

 


Lernen und lehren in der Gedenkstätte Augustaschacht

von Helena Strigina

 

Mit dem anbrechenden Frühling beginnt in der Gedenkstätte Augustschacht und in meinem Leben eine rege Zeit. Ich werde viele Projekte begleiten, lernen und anderen Wissen vermitteln. In der Gedenkstätte haben die Vorbereitungen für ein ZeitzeugInnentreffen in der Ukraine begonnen. Fünf SchülerInnen und LehrerInnen aus Osnabrücker Gymnasien und MitarbeiterInnen der Gedenkstätte werden sich für eine Woche im Mai mit ehemaligen ukrainischen ZwangsarbeiterInnen treffen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Osnabrück verschleppt worden waren.

 

Weiter->

 

 

 



»Zerstörung kann nicht immer ungeschehen gemacht werden, aber Beziehungen können wieder aufgebaut werden. Das gilt nicht nur für Nationen, sondern auch für Individuen, und es ist die einzig mögliche Grundlegung für Frieden.«

Erika Brooks, ASF-Freiwillige aus den USA in Berlin



 

 

 

Freiwilligendienst mit ASF?

als Zivildienst (Anderer Dienst im Ausland), FSJ im Ausland oder einfach so?

Hier geht es weiter ->


Aktion Sühnezeichen ist ein Anbieter von:

Freiwilligendienst im Ausland

Anderer Dienst im Ausland

Zivildienst im Ausland

FSJ

Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland

Freiwilligendiensten