Aktion Sühnezeichen
Logo
     
 
 
   
   
   

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Henri Stern

zu Gast in Stuttgart

 

Henri Stern besuchte vom 21. bis 25. September 2008 seine Geburtsstadt Stuttgart. Er zeigte seiner Tochter Ariella Sittsamer und seinen Enkelkindern Ofra und Eliav die Straße, in der die Familie Stern vor ihrer Verfolgung wohnte, und die Schule, die er als Kind besuchte.



Henri Stern mit seiner Tochter Ariella auf dem Jüdischen Friedhof in Stuttgart

 

* 1924 in Stuttgart. Heinz und seine beiden Geschwister wuchsen in einer alteingesessenen deutsch-jüdischen Familie auf. Der Vater war Kaufmann und im ersten Weltkrieg Fronsoldat. Heinz hatte unter den Schikanen einiger Nazi-Lehrer zu leiden, die ihn als Beispiel der „nicht-arischen Rasse“ im Unterricht vorführten. Im Juni 1939 erreichte er mit dem Kindertransport England. Der Vater verlor derweil die Arbeit, man musste das geliebte Haus verkaufen und schließlich in ein „Judenhaus“ ziehen. Anfang November 1941 erhielt die Familie die Nachricht, sie würde „nach dem Osten“ umgesiedelt. Die Eltern und die Schwester wurden bei Riga erschossen; der Bruder überlebte verschiedene Konzentrationslager. Vor dem früheren Familienhaus in der Azenbergstraße 51 erinnern heute Stolpersteine an die Familie. Heinz Stern gründete in Israel den religiösen Kibbuz Lavi. Nach Kriegsende kam er als Mitglied der jüdischen Brigade nach Deutschland und traf seinen Onkel, später auch den Bruder. Heinz Stern hat vier Kinder, 18 Enkel und elf Urenkel.

 

Zeitzeugengespräche:

 

22.9.2008:

 

Zeitzeugengespräch am Dillmann Gymnasium mit ca. 50 Schülern der 13. Klasse

Zeitzeugengespräch an der Falkert Schule mit ca, 25 Schülern der 3. Klasse und Lehrern

 

23.9.2008:

 

Zeitzeugengespräch an der Freien Waldorfschule Kräherwald mit ca. 30 Schülern der 9. Klasse

 

24.9.2008:

 

Zeitzeugengespräch am Hölderlin Gymnasium mit ca. 35 Schülern der 10. Klasse

 


»Zerstörung kann nicht immer ungeschehen gemacht werden, aber Beziehungen können wieder aufgebaut werden. Das gilt nicht nur für Nationen, sondern auch für Individuen, und es ist die einzig mögliche Grundlegung für Frieden.«

Erika Brooks, ASF-Freiwillige aus den USA in Berlin