Aktion Sühnezeichen
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Margot Kidron

zu Gast in Leverkusen und Dortmund

 

Margot Kidron und ihre Schwiegertochter Aviv Barhon-Kidron besuchten vom 5. bis 10. Oktober Leverkusen und Dortmund.

 

 


Margot Kidron am Bahnhof in Dortmund, von wo sie auf den Kindertransport geschickt wurde.


 

* 1926 als Margot Apfel in Dortmund. Die Familie lebte assimiliert. Im Zuge der Reichspogromnacht wurde der Vater für mehrere Wochen im Konzentrationslager Oranienburg inhaftiert. Die Mutter entschied allein, die Tochter auf den Kindertransport nach England zu schicken. Am 24. August 1939 befand sich Margot auf dem vorletzten Zug. Sie kommt in Birmingham bei einer christlichen Pflegefamilie unter; die Beziehung blieb kühl. Durch Spenden kann sie eine Schule besuchen, in der sie mit einem Mädchen Freundschaft schließt, die bis heute hält. Während der Bombenangriffe auf England ist sie mit ihrer Schulklasse auf dem Land. Mit 18 Jahren machte sie Abitur, zog in ein Jugendhaus und arbeitete in einer Fabrik. Nach dem Krieg lebte sie für zwei Jahre in den USA. 1953 besuchte sie Israel, traf ihren späteren Mann Schmuel und entschied sich, hier zu leben. Sie haben zwei Söhne und vier Enkel. Seit einigen Monaten leben sie in einem Tel Aviver Altenheim.

Die Eltern wurden beide im Konzentrationslager Stutthof in Polen ermordet. Der Bruder überlebte das Lager und wanderte nach Amerika aus.

 

Zeitzeugengespräche:

 

6.10.2008:

Zeitzeugengespräch mit der „Arbeitsstelle Zukunft braucht Erinnerung“ in Dortmund

 

8.10.2008:

Zeitzeugengespräch mit der Kulturvereinigung Leverkusen e.V.

 

Medienbeiträge

 

Ruhr Nachrichten am 2.10.2008, Westfälische Rundschau am 4.10.2008, Westfälische Rundschau am 8.10.2008

 

 


»Zerstörung kann nicht immer ungeschehen gemacht werden, aber Beziehungen können wieder aufgebaut werden. Das gilt nicht nur für Nationen, sondern auch für Individuen, und es ist die einzig mögliche Grundlegung für Frieden.«

Erika Brooks, ASF-Freiwillige aus den USA in Berlin