Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen wurde am 27. Januar 2010 an den 65. Jahrestags der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz / Birkenau und den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Bischöfin Margot Käßmann, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, nannte in einer Rede zur Gedenkstunde des Niedersächsischen Landtag die Arbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste als „der Zukunft auf der Spur“, da ASF von der Gründung 1958 bis heute „zehntausendfach“ „Zeichen für Versöhnung“ gesetzt habe.
Zur Rede von EKD-Vorsitzenden Margot Käßmann weiter ->
Zur Predigt von Christian Staffa am 24. Januar im Stephanus-Stift in Weißensee (Berlin) Download
Zur Predigt von Pfarrer Dr. Matthias Loerbroks am 31. Januar 2010 in der Französischen Friedrichstadtkirche (Berlin) Download
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ASF-Benefizkonzert in der Gethesemane-Kirche
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste organisierte rund um den Internationalen Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus eine Reihe von Veranstaltungen und Gottesdiensten. In der Berliner-Gethesemane-Kirche besuchten rund 200 Menschen ein Benefizkonzert des COLLEGIUM MUSICUM zugunsten der ASF-Projektarbeit mit Opfern der NS-Verfolgung. Der 93-Jährige Überlebende Josef Kuzba aus Warschau erinnerte in seinem Grußwort an seine fünfjährige Haft im Konzentrationslager Sachsenhausen – und an Mithäftlinge, die von Wachmannschaften ermordet und misshandelt wurden. Den Wortlaut der Rede könne Sie hier lesen. Das musikalische Programm gestaltete das COLLEGIUM MUSICUM der Technischen und der Freien Universität Berlin, das unter der Leitung von Professor Manfred Fabricius Arnold Schönbergs beeindruckendes Werk „Ein Überlebeder aus Warschau“ aus dem Jahr 1947 und Werke von Maurice Duruflé spielte.
Hier geht es zur Rede von Josef Kuzba und dem Gesamtprogramm des Benefizkonzerts weiter ->
Brandanschlag auf "Haus der Demokratie"
Dass mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus immer wieder auch die aktuelle Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Antisemitismus verbunden ist, wird u.a. im brandenburgischen Zossen deutlich. Durch einen rechtsextremen Brandanschlag wurde am 23. Januar 2010 das „Haus der Demokratie“ der Initiative „Gesicht zeigen“ mit der aktuellen Ausstellung über „jüdisches Leben in Zossen“ vollständig zerstört. Bei einer Gedenk- und Mahnveranstaltung am 27.1.2010 in Zossen verhöhnte eine Gruppe von Neonazis die Opfer der Schoa und bedrohte Anwesende, die ihre Solidarität mit der Initiative „Gesicht zeigen“ ausdrücken und der Opfer des Nationalsozialismus gedenken wollten.
Informationen: Aktionsbündnis Brandenburg
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Gedenken in Dresden
Die ASF-Regionalgruppe Dresden organisierte am 27. Januar 2010 eine Kunstaktion im Rahmen der traditionellen Namenslesung von denjenigen jüdischen Männern, Frauen und Kindern aus Dresden, die sich aufgrund des Verfolgungsdrucks des NS-Regimes das Leben nahmen, nach Deportationen als verschollen gelten oder in den Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten ums Leben kamen. Mit der Installation eines Gedenkbaumes, für dessen Entwicklung und Umsetzung der Mediengestalter Maximilian Metz aus Halle gewonnen werden konnte, entstand eine kollektive Erinnerungs-Collage aus Einzelschicksalen der Dresdner Schoa-Opfer und persönlichen Eindrücken der LeserInnen und ZuhörerInnen, die auch am 13. Februar 2010 zu sehen sein wird.
Weiter zum ausführlichen Bericht und Fotos->
ASF-Gedenkgottesdienste
In Berlin, Prag und Kiew war ASF an Gedenkgottesdiensten zum Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus beteiligt. Aktuelle und ehemalige Freiwillige berichteten von ihren Erfahrungen aus der Arbeit mit Überlebenden der NS-Verbrechen, VertreterInnen von ASF hielten Predigten und berichteten von der aktuellen ASF-Arbeit.
Lesen Sie hier vom Gedenkgottesdienst in Prag weiter->
Manchmal setzt ein kleines Licht ein großes Zeichen
Gedenken an den 27. Januar in den USA
Zum Gedenken an den 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz hatte das ASF-Länderbüro in den USA zusammen mit den Freiwilligen zu einem gemeinschaftlichen Gedenken aufgerufen. Um ein Zeichen zu setzen, zündeten die Freiwilligen individuell in ihren Projekten mit Projektpartnern, KlientInnen oder Jugendlichen, mit denen sie an diesem Tag gearbeitet haben, eine Kerze an und hielten diesen Moment dann mit einem Foto fest.
Sarah Tombergs, Freiwillige in der Christus Academy Church in Camden, hat diesen Tag beispielsweise zum Anlass genommen mit ihren SchülerInnen über den Holocaust zu sprechen und gemeinsam an der Fotoaktion teilzunehmen. Insgesamt sind bei der Aktion viele Bilder entstanden, die das Gedenken an die Opfer und den Wunsch, nie wieder derartige Verbrechen zuzulassen, ausdrücken.
Zu sehen sind die Bilder hier ->







