Weltweit gedenken die Armenier jedes Jahr am 24. April an die Opfer des Völkermords im Osmanischen Reich. Der verbrecherischen Politik in den Jahren 1915 bis 1923 fielen nicht nur über 1 Million Armenier, sondern auch Hunderttausende von Assyrern/Aramäern und kleinasiatische Griechen zum Opfer.
Inzwischen gilt der 24. April weltweit als Gedenktag. Zahlreiche Parlamente, bedeutende Wissenschaftler und wissenschaftliche Institutionen sowie Persönlichkeiten des politischen und gesellschaftlichen Lebens haben die türkische Regierung wiederholt aufgefordert, das Völkermordverbrechen anzuerkennen. In der Republik Türkei stößt die Leugnungspolitik auf zunehmende Kritik. Die Politik der Verdrängung, Verharmlosung und Leugnung ist gescheitert.
Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir der Opfer gedenken und zugleich über die historischen Hintergründe sowie auch über den Diskussionsprozess in der Türkei informieren
Film: Das Haus der Lerchen.
Zeit: 20 April, 2010, 17:00 Uhr
Ort: im Metropolis Kino, Steindamm 52-54, 20099 Hamburg
„95 Jahre nach der Vernichtung der Armenier im Osmanischen Reich – Wie ist der Stand der Aufarbeitung in der Türkei?“ Prof. Halil Berktay (Istanbul), Vortrag/Diskussion -Türkisch mit Übersetzung ins Deutsche
Zeit: 22 April, 2010, 18:30 Uhr
Ort: Uni Hamburg, „Philosophenturm“, Hörsaal E, Von-Melle-Park 6
Gedenkfeier in der Hauptkirche St. Petri Kirche
Totenmesse: Mor Gregorios Yuhanon Abraham, Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in Aleppo.
Ansprache: Prof. Wolfgang Benz, Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin
Zeit: 24 April, 2010, 17:00 Uhr
Ort: Hauptkirche St. Petri Kirche, Bei der Petrikirche 2, 20095 Hamburg
Seyfo sonrasi Türkiye’de Süryaniler -
(Die Assyrer in der Türkei nach dem Seyfo/Völkermord, Veranstaltung auf Türkisch)
Vortrag/Diskussion mit Fikri Aygür, Vizepräsident der European Syriac Union (ESU)
Zeit: 25 April, 2010, 15:00 Uhr
Ort: Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg (Altona)
Musikalisch-literarischer Abend- „…die auf den Weg ohne Wiederkehr getrieben wurden…“
Michael Weber, Annette Uhlen und Alina Manoukian lesen aus Werken von Franz Werfel, Edgar Hilsenrath und Armin T. Wegner über den Völkermord sowie aus zeitgenössischen Texten armenischer und türkischer Schriftsteller, wie Karin Karakaşlı, Peter Balakian, Mıgırdıç Margosyan und anderer, die das Weiterleben im Land der Täter oder im Exil zum Inhalt haben. Silva Schmedding-Farmasian spielt auf dem Klavier stücke von Komitas und andere traditionelle armenische Stücke.
Rustam Ghazaryan spielt auf dem traditionellen armenischen Blasinstrument - der Duduk,
Zeit: 27 April, 2010, 20:00 Uhr.
Ort: Theater „Polittbüro“, Steindamm 45, 20099 Hamburg





