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Elisabeth Raiser
Vorsitzende von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Elisabeth Raiser, Jahrgang 1940, Mitglied im Präsidium des Evangelischen Kirchentags, engagiert sich seit vielen Jahren in der ökumenischen Verständigung und der Versöhnungsarbeit. Sie gehört zu den MitbegründerInnen der Internationalen Begegnungs- und Bildungsstätte in Minsk und war im Jahr 2003 evangelische Präsidentin des ersten ökumenischen Kirchentags.
5 Fragen an Elisabeth Raiser
Renate Pump - "Wir trauern"
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Das Jahr 2010 hatten wir gerade begonnen, mit Zuversicht blickten wir nach vorne, bereit die verschiedenen neuen Aufgaben umzusetzen. In diesen Jahresbeginn hinein erhielten wir die erschütternde und traurige Nachricht vom Tode unserer ehemaligen Kollegin Renate Pump.
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Eine Tradition bricht ab: die Freiwilligen von ASF, die während ihres Vorbereitungsseminars zwei Tage im Haus der Wannsee-Konferenz verbringen, werden nicht mehr - wie die Freiwilligen-Generationen der vergangenen zehn Jahre - ein Gespräch mit Willi Frohwein erleben dürfen. Am 12. Dezember 2009 starb Willi Frohwein im Alter von 86 Jahren in Berlin.
Sein großes Anliegen war die Ökumene
Pfarrer Dieter Tautz ist mit 75 Jahren verstorben
Dieter Tautz wurde am 25.07.1934 in Dessau geboren. Seine Kindheit war neben den starken familiären Banden von den Wirren des Zweiten Weltkrieges und der Not der Nachkriegszeit geprägt. So erlebte er, wie im Bombenhagel seine Heimatstadt total zerstört wurde und seine Eltern mit ihm und seinen Geschwistern aus ihrem brennenden Wohnhaus fliehen mussten. Sehr früh übernahm er als ältester Sohn in Nachkriegsjahren Verantwortung für die ganze Familie, der er Zeit seines Lebens immer tief verbunden blieb.
Langjähriger ASF-Weggefährte ausgezeichnet
„Berliner Ehrennadel“ für Werner Falk
Werner Falk, einer der ganz frühen Weggefährten von Aktion Sühnezeichen wurde am Montag, den 7. Dezember 2009, von Carola Blum, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales in Berlin, mit der Berliner Ehrennadel für herausragendes soziales Engagement ausgezeichnet. Gemeinsam mit elf weiteren engagierten Ehrenamtlichen fand die feierliche Verleihung im Wappensaal des Roten Rathauses statt.
"Weil Hass nicht die Welt regieren darf“
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Wir trauern um Artur Radvansky (24.11.1921 – 1.11.2009)
Artur Radvansky starb am 1. November 87-jährig in Prag. Seit vielen Jahren war er einer der ganz engen Freunde von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF). Unzählige Sommerlager hat er besucht, viele selbst mit organisiert, Generationen von Freiwilligen hat er in Prag begleitet.
Bundesverdienstkreuz für Borys Mychajlowytsch Sabarko
Bundesregierung ehrt einen Vorkämpfer für die Rechte der Schoa-Überlebenden in der Ukraine und ASF-Partner
Borys Mychajlowytsch Sabarko, ukrainischer Historiker und Präsident der „Allukrainischen Assoziation der Jüdischen KZ- und Ghettoüberlebenden“, wurde am 22. Oktober 2009 in Kiew mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Sacharow-Preis für Memorial
Wichtige Auszeichnung für russische Menschenrechts- und ASF-Partnerorganisation
Die russische Menschenrechtsorganisation Memorial wird mit dem diesjährigen Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europäischen Parlaments ausgezeichnet. Stellvertretend für Memorial und die von Repression bedrohten MenschenrechtsaktivistInnen werden die Memorial-MitbegründerInnen Ljudmila Alexejewa (82), Sergej Kowaljow (79) und Oleg Orlow (56) am 16. Dezember 16. Dezember im Europaparlament in Straßburg geehrt.
Gerhard Leo (8. Juni 1923 - 14. September 2009)
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„… das Zivilcourage möglich ist …“
Gerhard Leo war ein Zeitzeuge von besonderer Ausstrahlung. Für Franzosen war es ein Vergnügen, ihm zuzuhören, wie er im akzentfreien Französisch selbst in Nuancen die richtigen Worte und damit den Ton fand, der sie in seinen Bann zog. Die Köpfe und Herzen der ZuhörerInnen erreichte er, weil er Geschichte nicht nur erzählen, sondern auch darüber reflektieren konnte, eigene Beweggründe, Konflikte und selbst Hemmungen schilderte. Sachkundig, manchmal verschmitzt lächelnd, nachdenklich und bescheiden erzählte er über die schwierige Emigration, über seinen Weg in den Widerstand, über deutsche und französische Mitstreiter, über die ihn das ganze Leben nicht loslassende Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Aufmerksam und offen für die Fragen der ZuhörerInnen, aktuelle Debatten einbeziehend, blieb er bis ins hohe Alter lernfähig.
Renate Trautmann (1929 – 18. September 2009)
„Anstöße zum Umdenken"
Mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste war Renate Trautmann sehr lange vertraut, als Mitarbeiterin der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg war sie schon dabei, als Lothar Kreyssig dort zum ersten Mal sein Anliegen und seinen Aufruf zur Gründung von ASF vorgestellt hat.
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