Aktion Sühnezeichen
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Musterbrief zur PETA-Kampagne

Im Folgenden die Vorlage der vorgeschlagenen Protest-eMail:

info@peta.de

An den Vorstand und die Geschäftsführung von

PETA Deutschland e.V.

Pforzheimer Str. 383

70499 Stuttgart

 

 

Keine Tierrechtskampagne mit dem Holocaust!

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich schreibe Ihnen in Zusammenhang mit den Presseberichten über die von Ihnen geplante Kampagne "Holocaust auf deinem Teller", die mit der Gegenüberstellung der Bilder von Schweinen, Hühnern und Rindern und den Fotos von Häftlingen nationalsozialistischer Lager die Tötung von Tieren anzuprangern versucht.

 

Es gibt immer wieder Versuche, beliebige gesellschaftliche und politische Probleme mit dem Verweis auf den Holocaust zu dramatisieren. Im Namen der Überlebenden und eines wirklichen Verstehens dessen, was Menschen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern anderen Menschen zugefügt haben, kann ich solche Instrumentalisierungen des Holocaust für Werbungszwecke nur ablehnen.

 

Mit ihrer Kampagne "Holocaust auf deinem Teller" wird diese Perversion auf die Spitze getrieben. In einem Panorama-Bericht über die PeTA-Kampagne vom 23.10.2003 wird ein Werbespot, der bildlich die Ermordung der Juden im Vernichtungslager mit der Schlachtung von Schweinen parallelisiert, mit der Stimme von Thomas D. von der Musikgruppe "Die fantastischen Vier" und folgendem Text unterlegt:

 

"Sie holten uns in der Dunkelheit und trieben uns mit Schlägen in die Waggons, ohne Wasser, ohne Nahrung und kaum Luft zum Atmen. Wir schrieen. Nach und nach verstummten die Schreie. Inzwischen sind viele von uns tot."

 

Thomas D. kann sogar behaupten, dass der "Mord" an den Schweinen viermal schlimmer sei als der Massenmord an den Juden, weil "viermal soviel Schweine" umgebracht werden wie damals Juden im Dritten Reich. Ich halte dies für eine skandalöse Verharmlosung des Holocaust, die meinen schärfsten Protest herausfordert.

 

Es steht außer Frage, dass die Bedingungen der Tierhaltung verbessert werden müssen und dass mit lebenden Geschöpfen nicht so umgegangen werden kann, wie dies bei Transporten und in der Massentierhaltung geschieht. In diesem Zusammenhang den Vergleich mit dem Völkermord an den Juden als Dramatisierungseffekt heranzuziehen, scheint mir allerdings in höchstem Maße unangemessen. Um Tierschutz oder Tierrechte zu propagieren braucht man keinen Vergleich mit Morden an Menschen - welcher Art auch immer! Der Verdacht liegt nicht ganz fern, dass mit diesem Vergleich der Völkermord der deutschen Nationalsozialisten an den Juden, den Sinti und Roma sowie der millionenfachen Mord an sowjetischen Kriegsgefangenen und anderen Opfern relativiert werden soll.

 

Deshalb fordere ich Sie dringend auf, die Kampagne "Holocaust auf deinem Teller" zu stoppen!

 

Mit freundlichen Grüßen

...


»Zerstörung kann nicht immer ungeschehen gemacht werden, aber Beziehungen können wieder aufgebaut werden. Das gilt nicht nur für Nationen, sondern auch für Individuen, und es ist die einzig mögliche Grundlegung für Frieden.«

Erika Brooks, ASF-Freiwillige aus den USA in Berlin

Übersicht

14.07.2009
Empfehlungen zur Umsetzung der Resolution des Deutschen Bundestags „Den Kampf gegen Antisemitismus verstärken, jüdisches Leben in Deutschland weiter fördern“ vom 4. November 2008
Gemeinsame Erklärung von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, die Amadeu Antonio Stiftung, das American Jewish Committee, das Anne Frank Zentrum, das Fritz Bauer Institut, der Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und das Zentrum für Antisemi
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16.06.2009
Appell für eine „faire und neutrale“ Wahrnehmung von Roma in der Öffentlichkeit durch Medien und Parteien
Erklärung Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)
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02.03.2007
Es geht um ein Leben ohne Gewaltbedrohungen gegen die jüdische Gemeinschaft in unserem Land
Nach dem Anschlag auf einen jüdischen Kindergarten in Berlin-Charlottenburg ruft ASF gemeinsam mit 30 anderen Organisationen zum Engagement gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus auf
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