Aktion Sühnezeichen
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Almut Klose

Lebenszeichen vom Freiwilligendienst in Tschechien

 

Almut Klose (20 Jahre) ist seit dem August 2009 als ASF-Freiwillige in Tschechien. Sie arbeitet mit Älteren Menschen in dem Projekt "Ziva Pamet" in Prag.

 

Wenn Stöcke und Krücken durch die Luft wirbeln…


Es ist Dienstag, eigentlich mein normaler Bürotag bei Živá paměť – einer Anlaufstelle für Opfer des Nationalsozialismus und Dialog zwischen den Generationen – in Prag. Heute läuft mein Bürotag aber mit einem kleinen Event ab. „Volkslieder singen“ steht auf  dem Programm, das Živá paměť monatlich für seine KlientInnen – ältere Menschen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung in Tschechien verfolgt wurden  – anbietet. Ich bin gespannt, wie das Singen heute wird und bereite den Raum vor.

 

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Bericht I: Gedenken an den 17. November 1989 in Prag


Vor 20 Jahren läutete eine friedliche Demonstration mit zehntausenden TeilnehmerInnen - überwiegend StudentInnen - die „samtene Revolution“ und damit das Ende des kommunistischen Regimes ein. Für Tschechien ist der 17. November das Äquivalent des 9. November - nur ohne Mauerfall.

 

Als am 17. November 1989 der Menschenzug an der Prager Hauptstraße – an der Nrodni trida – zum Stehen kam und sich die DemonstrantInnen und Polizisten an einer Straßensperre gegenüberstanden, riefen die StudentInnen: “Mame holé ruce!” – “Wir haben leere Hände”. Doch die große Menschenmenge muss den Machthabern so ein Schrecken eingejagt haben, dass sie die Demonstration von der Polizei brutal auflösen ließ.

 

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»Zerstörung kann nicht immer ungeschehen gemacht werden, aber Beziehungen können wieder aufgebaut werden. Das gilt nicht nur für Nationen, sondern auch für Individuen, und es ist die einzig mögliche Grundlegung für Frieden.«

Erika Brooks, ASF-Freiwillige aus den USA in Berlin