Aktion Sühnezeichen
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Ester Golan

zu Gast in Berlin


Ester Golan und ihre beiden Enkel Ido und Yonathan in der Coubrierestraße in Berlin-Schöneberg, in der die Familie Golan einst lebte. An die ermordeten Eltern erinnern heute Stolpersteine.

 

Ester Golan besuchte gemeinsam mit ihren Enkeln Ido und Yonathan Golan vom 20. bis 28. September 2008 die Stadt Ihrer Kindheit - Berlin.

 

* 1923 als Ursula Dobkowsky in Glogau-Schlesien. Die Familie lebte seit vielen Generationen in Glogau, siedelte jedoch 1937 nach Berlin-Schöneberg über. Ursula besuchte die jüdische Volksschule und erhielt später Hausunterricht. Nachdem eine Ausreise in die USA und nach Palästina gescheitert war, ging sie 1939 mit dem Kindertransport nach Schotland. Hier lebte sie in einem Kinderheim, bis sie mit 16 Jahren zu arbeiten begann. Die Eltern hielten Briefkontakt mit ihr, bis sie 1942 nach Theresienstadt und Auschwitz deportiert und ermordet wurden. Zu ihrem Andenken wurden in der Schönerberger Coubrierestraße Stolpersteine verlegt. Einigen Familienangehörigen gelang es auszuwandern: Der Bruder ging nach Palästina, die Schwester nach London und die Großmutter nach Portugal. Ester Golan wanderte 1945 nach Palästina aus. Sie studierte Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaften und Soziologie. Seit 1995 lebt sie in Jerusalem. Ester Golan ist aktiv in der Erinnerungsarbeit und im interreligiösen Dialog; so ist sie u. a. im Vorstand des ASF-Freundeskreises und hält Lesungen in Yad VaShem. Sie hat drei Kinder, 13 Enkel und neun Urenkel. Im Jahr 2002 kam einer ihrer Enkelsöhne bei Kämpfen in Jenin ums Leben.

 

Zeitzeugengespräche:

 

22.9.2008:

Zeitzeugengespräch an der Sophie Scholl-Oberschule in Berlin-Schöneberg mit 15 Schülern des Politik-Kurses der 13. Jahrgangsstufe

Gesprächsabend im Jüdischen Gemeindehaus in Kooperation der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und Aktion Sühnezeichen Friedensdienste mit ca. 60 Teilnehmern

 

23.9.2008:

Zeitzeugengespräch an der Martin-Buber-Oberschule in Berlin-Spandau mit ca. 75 Schülern der Leistungskurse Politik und Geschichte der 13. Jahrgangsstufe

Zwei Gespräche über das Judentum in der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Dahlem mit je ca. 15 KonfirmandInnen zwischen 12 und 14 Jahren

 

24.9.2008:

Zeitzeugengespräch in der Löcknitz-Grundschule in Berlin-Schöneberg mit ca. 60 Schülern der 6. Klasse

Pressekonferenz mit RedakteurInnen der Jugendzeitung Kompass in Berlin-Schöneberg mit ca. 60 Jugendlichen und 10 Multiplikatoren

Gespräch über das Judentum in der Phillipus-Gemeinde in Berlin-Friedenau mit 13 KonfirmandInnen zwischen 12 und 14 Jahren

 

25.9.2008:

Zeitzeugengespräch am Max-Planck-Gymnasium mit 15 Schülern der 11. und 12. Klasse

Treffen mit zehn Mitarbeitern von „Wir waren Nachbarn“ im Kunstamt des Bezirks Berlin-Schöneberg

 

26.9.2008:

Zwei Zeitzeugengespräche in der Katholischen Schule Liebfrauen in Berlin-Charlottenburg mit  ca. 50 Schülern zwischen 17 und 18 Jahren und ca. 30 Schülern des Leistungskurses Politik der Jahrgangsstufe 12

 

 

 

 

 

 


»Zerstörung kann nicht immer ungeschehen gemacht werden, aber Beziehungen können wieder aufgebaut werden. Das gilt nicht nur für Nationen, sondern auch für Individuen, und es ist die einzig mögliche Grundlegung für Frieden.«

Erika Brooks, ASF-Freiwillige aus den USA in Berlin