Trilaterales Programm für Freiwillige aus Deutschland und Polen (leider z.Zt nicht für KDVer).
In der Nacht vom 14. auf den 15. November 1940 bombardierte die deutsche Luftwaffe die mittelenglische Stadt Coventry. Das Bombardement dauerte elf Stunden. Hauptziele des Angriffs waren die Innenstadt und die Zivilbevölkerung. Mit dem Stadtzentrum Coventrys wurde auch die St. Michaels-Kathedrale in Schutt und Asche gelegt.
Hier begann 1961 die Arbeit der Aktion Sühnezeichen in Großbritannien. In die Ruinen der Kathedrale bauten deutsche Freiwillige eine internationale Begegnungsstätte der Versöhnung.
Bis 1986 arbeiteten meist 25 Freiwillige in fünf sozial und wirtschaftlich besonders benachteiligten Regionen Großbritanniens. Finanzielle Probleme führten schließlich zu drastischen Einschnitten im ASF-Programm in Großbritannien. Die Arbeit wurde zunächst reduziert, dann beinahe gänzlich eingestellt. Erst seit 1990 gelang es ASF, die Arbeit in Großbritannien wieder aufzubauen und zu stabilisieren. Nach 40 Jahren Arbeit in Großbritannien begann ASF im Herbst 2001 ein neues Trilaterales Programm mit polnischen und deutschen Freiwilligen.
Heute sind ca. zwölf Freiwillige aus Deutschland und Polen in Mittel- und Südwestengland und in London tätig. Sie arbeiten im historischen und politischen Bildungsbereich und mit sozial benachteiligten – oft in Stadtteilzentren – mit behinderten und psychisch kranken Menschen.
Die ASF-Seminare, die den Freiwilligendienst begleiten, finden von Anfang an in Großbritannien statt und werden auf Englisch geführt. Daher bilden englische Sprachkenntnisse eine Voraussetzung für einen Freiwilligendienst in diesem Land. Ein Austausch auf der Grundlage der Begriffe "Erinnerung(en), Identität(en), Engagement" findet auf dem Länderseminar in einem direkten Dialog mit britischen Teilnehmern statt.





