Aktion Sühnezeichen
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Ukraine

gehört zum internationalen Programm von ASF für Freiwillige aus Deutschland.



In der Ukraine arbeiten seit Herbst 2003 Freiwilligendienstleistende von ASF. Doch schon seit einigen Jahren führt ASF Sommerlager in der Ukraine durch, so zum Beispiel im während des zweiten Weltkriegs von der SS zerstörten Dorf Peremoga oder im galizischen Drohobycz, wo Wohnungen alter Mitglieder der jüdischen Gemeinde renoviert wurden.

Die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus ist in der Ukraine noch wach: Über eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer wurden als ZwangsarbeiterInnen nach Deutschland deportiert. Das jüdische Leben der Ukraine wurde fast ausgelöscht. Auch die Zivilbevölkerung litt sehr unter dem Wüten der Deutschen während des 2. Weltkriegs. 

 

Dessen ungeachtet werden die deutschen Freiwilligendienstleistenden in der Ukraine fast ausschließlich sehr freundlich aufgenommen, es schlagen ihnen teilweise sogar positive „Vorurteile“ über Deutsche entgegen, wie zum Beispiel über die legendäre deutsche Pünktlichkeit.

Das Arbeitsfeld der ASF-Freiwilligen in der Ukraine ist die Unterstützung ehemaliger ZwangsarbeiterInnen und anderer Opfer des Nationalsozialismus.

Es gibt sechs Freiwilligenplätze in der Ukraine, zwei davon in Kiew, zwei in Simferopol, eine in Lviv und eine in Dnepropetrovsk.

In Kiew arbeiten die Freiwilligen unter anderem im Reha-Zentrum, die Tätigkeiten der Freiwilligen sind die Betreuung ehemaliger ZwangsarbeiterInnen zu Hause, die Gestaltung von Unterrichtsstunden mit Schülern zum Thema Zwangsarbeit und Nationalsozialismus und Übersetzungsarbeiten.

Die ASF-Freiwilligendienstleistenden in Simferopol sind eingebunden in das Projekt „Nasch Dom“ (Unser Haus) des dortigen „Verbands der Häftlinge und Opfer des Nationalsozialismus“ und des Heidelbergzentrums. Ziel des im August 2003 angelaufenen Projektes ist die soziale, psychologische und medizinische Unterstützung von ehemaligen ZwangsarbeiterInnen und anderen NS-Opfern. Die Aufgaben der ASF-Freiwilligen sind zum einen praktische handwerkliche Arbeiten im Heidelbergzentrum, zum anderen Besuche bei ehemaligen ZwangsarbeiterInnen, wo sie zum Beispiel Holz für den Winter hacken oder einfach nur zuhören.

In Lviv und Dnepropetrovsk arbeiten die Freiwilligen in den jüdischen Gemeinde und besuchen dort Überlebende zu Hause


»Zerstörung kann nicht immer ungeschehen gemacht werden, aber Beziehungen können wieder aufgebaut werden. Das gilt nicht nur für Nationen, sondern auch für Individuen, und es ist die einzig mögliche Grundlegung für Frieden.«

Erika Brooks, ASF-Freiwillige aus den USA in Berlin


Projekte

Eine Übersicht über die Projekte
in "Ukraine" findet ihr hier.