Offen für alle Generationen
Jeweils im März beginnen die Tätigkeiten im Rahmen des Programms der Mittelfristigen Dienste in Israel. Freiwillige können für drei, vier, fünf oder sechs Monate schwerpunktmäßig in der begleitenden und pflegerischen Arbeit mit älteren Menschen tätig sein. Das Programm richtet sich generationsübergreifend an alle Menschen ab 18 Jahren.
Der nächste Durchgang des Freiwilligendienstes, zu dem Bewerbungen angenommen werden, startet am 1.3.2011. Eine frühere oder spätere Ausreise ist nicht möglich.
Einsatzprojekte:
Insgesamt gibt es sechs bis zehn Freiwilligenstellen in diesem Programm.
Die Freiwilligen sind überwiegend in Altenpflegeheimen, in der Arbeit mit Behinderten oder in einzelnen Fällen auch in der Bildungsarbeit tätig. Es wird angestrebt, dass Freiwillige, die in der Bildungsarbeit tätig sind, einen Teil ihrer Arbeitszeit auch mit der Betreuung älterer Menschen verbringen. Bei den älteren Menschen handelt es sich um Israelis mit sehr unterschiedlichen ethnischen und kulturellen Hintergründen.
Die Projekte sind über das Land verteilt und befinden sich sowohl in der Stadt als auch in Kibbutzim.
Zugangsvoraussetzungen:
Das Programm ist offen für Menschen ab 18 Jahren, es gibt keine formalen Zugangsvoraussetzungen. Wir möchten besonders Menschen ansprechen, die schon berufliche Erfahrungen oder andere relevante Qualifikationen mitbringen, die ihnen bei ihrem Einsatz zugute kommen können. Wünschenswert wären Erfahrungen im Projektbereich, in dem ein Freiwilligendienst stattfinden soll. BewerberInnen sollten auf Englisch kommunizieren können, Hebräischkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung.
Dauer des Freiwilligendienstes:
Der Freiwilligendienst beginnt jeweils am 1. März mit einem Einführungsseminar in Jerusalem. Die Dauer des Freiwilligendienstes kann drei, vier, fünf oder sechs Monate betragen. Ein längerer Aufenthalt als drei Monate ist sowohl für die Freiwilligen als auch für die Projekte von Nutzen.
Kosten:
ASF trägt die Kosten für Unterkunft, Kranken- und Unfallversicherung, Seminare vor Ort, Visa, Kommunikation mit den Projekten. Nicht übernommen werden die Kosten für den Flug sowie die Lebenshaltungskosten vor Ort. Die Freiwilligen leisten einen Teilnahmebeitrag in Höhe von 150,- EUR.
Begleitprogramm:
Das Programm beinhaltet zwei dreitägige Seminare in Israel: zu Beginn und während des Freiwilligendienstes. Die Seminare finden in der Internationalen Begegnungsstätte Beit Ben Yehuda in Jerusalem statt. Bei Interesse der Gruppe kann es auch ein Vor- und Nachbereitungstreffen in Deutschland geben.
Es gibt in Jerusalem eine Ansprechperson von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Generell gehen wir aber davon aus, dass die TeilnehmerInnen dieses Programms ihren Dienst selbständig machen und auf wenig Hilfe von ASF angewiesen sind.
Unterkunft:
Die Unterkunft wird von ASF gestellt. Sie befindet sich in den meisten Fällen direkt im Projekt. Eine Unterbringung in Doppelzimmern ist die Regel. Die Unterkünfte sind einfach ausgestattet.
Arbeitszeiten:
Die Freiwilligen arbeiten in der Regel an 5 Tagen, jeweils ca. 7 - 8 Stunden. In einigen Projekten gibt es Schichtarbeit.
Pro Monat stehen den Freiwilligen zwei Urlaubstage zu, die in Absprache mit der Projektleitung genommen werden können. Die Freiwilligen werden für die ASF-Seminare von ihrer Arbeit freigestellt.
Versicherung:
ASF schließt für die Freiwilligen eine Kranken- und Unfallversicherung ab.
Visum:
Alle Freiwilligen reisen mit einem Touristenvisum ein. Bei einem Aufenthalt über drei Monaten kümmert sich ASF um die Beschaffung eines Voluntärvisums.
Projektbeispiele:
Alten- und Pflegeheim Beit HaDekel
Im Kibbutz Lohamei Haghetaot mit Einwohnern vor allem osteuropäischer Abstammung.
Begleitung der älteren Menschen in ihrem alltäglichen Leben, dazu gehören auch Pflegetätigkeiten.
Alten- und Pflegeheim im Kibbutz Givat Brenner
Begleitung der älteren Menschen in ihrem alltäglichen Leben, dazu gehören auch Pflegetätigkeiten.
Alten- und Pflegeheim Beit Alicia, Jerusalem
Begleitung und Pflege der älteren Menschen, die häufig aus einfachen Verhältnissen kommen.
Alten- und Pflegeheim Beit Bayer, Jerusalem
Altenheim mit Tageszentrum und Pflegestation.
Begleitung im Alltag und Pflegetätigkeit.
Krankenhaus Alyn, Jerusalem
Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche
Unterstützung bei der Betreuung und Pflege von behinderten Kindern und Jugendlichen.
Ghetto Fighters House
Museum im Kibbutz Lohamei HaGhetaot, das an den jüdischen Widerstand und die Shoah erinnert.
Archivarbeit, Übersetzungen, Bibliothek, evtl. Unterstützung bei der pädagogischen Arbeit.
Die Projekte sind Beispielprojekte, die sich noch ändern können. Die Liste der ausführlich beschriebenen konkret zu besetzenden Projekte liegt beim Auswahl- und Infotag im November 2010 vor.
Bewerbung
Bewerbungsfrist: 15. Oktober 2010.
Informationen zur Bewerbung und Bewerbungsunterlagen
Weitere Fragen:
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Infobuero
Auguststr. 80
10117 Berlin
030-28395 184
infobuero(at)asf-ev.de
Die 3 Monate in Israel waren so prallgefüllt mir unterschiedlichsten Eindrücken und Stimmungen, dass ich einige Tage+ zu Hause gebraucht habe, um mich hier gefühlsmäßig einzufinden. Die Zeit wirkt so stark nach, als hätte ich nicht 3 Monate, sondern 3 Jahre Freiwilligendienst gemacht. (Gitta Brodersen, 44, Freiwillige im Beit Bayer, 2007)
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