Aktion Sühnezeichen
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Unsere Geschichten – Eure Geschichte?


Neuköllner Stadtteilmütter und ihre Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus

„Heute kann ich meinen Kindern Antworten auf ihre Fragen zum Nationalsozialismus geben“, resümiert Sultan Emirzeoglu ihre Erfahrungen aus dem mehrmonatigen Seminar der „Neuköllner Stadtteilmütter“, das Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Zusammenarbeit mit der Diakonischen Werk Neukölln-Oberspree im Jahr 2008 organisiert hatte. Die 34-Jährige Mutter von zwei Kindern lebt in Neukölln und ist eine von vierzehn TeilnehmerInnen des ASF-Seminars, die den LeserInnen der Broschüre einen Einblick in ihre Reflexionen aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus ermöglichen. Ganz verschiedene Perspektiven sind in der Broschüre versammelt – sie spiegeln die unterschiedlichen Herkunftsländer, Ausbildungs- und Berufswege und familiären Umstände der TeilnehmerInnen wieder. Trotz aller Differenzen wird dabei deutlich: Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus wird von den Frauen als zentrales Moment des Verständnisses und der Partizipation in der Mehrheitsgesellschaft gesehen.

 

Eingeleitet wird die  Broschüre u.a. von Günter Piening, Integrationsbeauftragter des Landes Berlin, zur Frage der „Herausforderungen der Geschichtsvermittlung in der Einwanderungsgesellschaft“. Die ASF-Projektleiterin Jutta Weduwen widmet sich in ihrem Beitrag der oft gestellten Fragen „Was haben Neuköllner Migrantinnen mit der Geschichte des Nationalsozialismus zu tun“, während sich  Professor Astrid Messerschmidt mit der Frage der „Kritischen Zugehörigkeit als Ausdruck geschichtsbewusster Integrationsarbeit“ auseinandersetzt

 

 

Unsere Geschichten – Eure Geschichte?

Neuköllner Stadtteilmütter und ihre Auseinandersetzung  mit der Geschichte des Nationalsozialismus

Hrg. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Berlin, 2010, 72 S., vierfarbig

Die Broschüre kann gegen einen Unkostenbeitrag von 3 Euro bestellt werden bei: infobuero(at)asf-ev.de oder 030-28395203

 

Zum Download hier ->




»Zerstörung kann nicht immer ungeschehen gemacht werden, aber Beziehungen können wieder aufgebaut werden. Das gilt nicht nur für Nationen, sondern auch für Individuen, und es ist die einzig mögliche Grundlegung für Frieden.«

Erika Brooks, ASF-Freiwillige aus den USA in Berlin