Sommerlager in der Toskana

Zwei Wochen in der pittoresken Natur der Toskana verbringen und die Geschichte der Region durch Gespräche mit Menschen kennlernen, die sie erlebt haben. Verstehen, was es bedeutet, Partisan zu sein und welche Bedeutung diese Art des Widerstands hat. Mit Menschen, die heutige Probleme bekämpfen, über die Verbindungen von Vergangenheit und Gegenwart diskutieren. Das alles und viel mehr erlebten wir im Sommerlager in Italien.

Den ersten Teil des Sommerlagers verbrachten die Teilnehmer*innen der Casa Guibileo, einem Ort in den toskanischen Bergen, der während des Zweiten Weltkriegs Schauplatz von Partisanenaktivitäten war. Dort wandelten sie auf den selben Wegen, auf denen sich einst die Partisanen bewegten, trafen Überlebende, Zeitzeugen und Historiker und diskutierten mit ihnen die Geschichte der Region und ihre Bedeutung für Heute.

Im zweiten Teil des Sommerlagers kamen die Teilnehmer*innen nach Pietrasanta, einem kleinen Ort nahe Sant’Anna, wo die Wehrmacht gegen Ende des Krieges ein Massaker verübte und dabei fast die gesamte Bevölkerung des Dorfes ermordete. Dort lernten sie Enrico Pieri, einen der wenigen Überlebenden des Massakers, sowie einige weitere Zeitzeugen kennen und hörten deren Geschichte.

Gegen Ende der zweiten Woche gab es Gelegenheit zu einem Treffen mit Geflüchteten aus verschiedenen afrikanischen Ländern, die es nach Italien geschafft hatten und nun versuchen, sich in Europa ein Leben aufzubauen. In Gesprächen erfuhren die Teilnehmer*innen ihre Geschichten und Gründe für die Flucht sowie Hoffnungen für die Zukunft in Europa. Diese Gespräche führten zu einem Austausch über die Bedeutung von Geschichte, wie Geschichte sich wiederholt und welche Möglichkeiten wir als Bürger*innen haben, aktiv zu werden.

Während des gesamten Sommerlagers arbeiteten die Teilnehmer*innen an einem Kunstprojekt in dessen Rahmen sie ihre Begegnungen mit den Menschen und ihren Geschichten künstlerisch verarbeiteten. Außerdem arbeiteten sie zu den Biographien zweier „Menschen im Widerstand“, deren Porträts nun Teil der Ausstellung sind, die am 9. November in Berlin eröffnet wurde.

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Sommerlagerfilm

Ihre Eindrücke und Erfahrungen haben die Teilnehmer*innen während des Sommerlagers in Videos und Interviews festgehalten. Daraus ist dieser Film entstanden, der Einblicke in Arbeit und Themen gibt und ganz persönliche Perspektiven und Geschichten zeigt.

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