Biographien im Spannungsfeld: Jüdisches Leben im heutigen Frankreich

"C'est quoi ta France?" ("Was ist dein Frankreich?")

Studienreise nach Paris, 23.-26. November 2017

Frankreich bildet den Inbegriff einer reichen und komplexen Kulturgesellschaft. Neben anderen Kultur- und Religionsgemeinschaften lebt in Frankreich eine große jüdische Gemeinschaft, die drittgrößte weltweit nach Israel und den USA. Religiöse Einrichtungen ergänzen sich mit einem dichten Netz von jüdischen-laizistischen Institutionen vom Kindergarten bis zum Studierendenverein. Die jüdischen Kulturen sind fester, wahrnehmbarer Bestandteil der französischen Gesellschaft. Zudem wurzelt Frankreichs Selbstverständnis in einer langen und intensiven laizistischen Tradition, die das Jüdischsein in Frankreich beeinflusst und bedingt.

Koschere Geschäfte in Paris.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. Frankreich lädt herzlich ein, sich in einem dreitägigen Seminar auf die Spuren verschiedener jüdisch-französischer Identitäten zu begeben. Was bewegt heutige jüdische
Französinnen und Franzosen? Wie empfinden Jüdinnen und Juden die geopolitische Lage? Welche Initiativen gibt es? Ziel und Ausgangspunkt des dreitägigen Seminars ist es, durch den Austausch und die Begegnungen mit verschiedenen jüdischen Akteuren und Akteurinnen, laizistisch und religiös, ein farbenreiches Bild des jüdischen Lebens im heutigen Frankreich am Beispiel Paris kennenzulernen.

Französischkenntnisse sind keine Voraussetzung.

Organisation und Leitung:
Camilla Brockmeyer, M.A. Landesbeauftragte Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. Frankreich

Praktisches
Der Teilnahmebetrag umfasst alle Veranstaltungen/Frühstück und eine weitere Mahlzeit pro Tag/lokale Fahrtkosten innerhalb von Paris: Übernachtung im zentral gelegenen Foyer le Pont (86 rue de Gergovie, 75014 Paris)
Unterbringung im Einzelzimmer: 280 EUR
Unterbringung im Doppelzimmer: 230 EUR
Weitere Informationen zur Unterkunft: www.ekir.de/foyer/index.php
Die Anreise wird von den Teilnehmer*innen individuell organisiert und ist im Preis nicht enthalten.

Vorläufiges Programm
DO 23.11. | BEGINN UM 13 UHR
Einführung und Begrüßung
»Was heißt Jüdisch?«
Gespräch mit Historiker Philippe BOUKARA, Führung im
Musée d’art et de l’histoire du Judaïsme

FR 24.11.
Eine sozio-historische Perspektive – Vielfältiges Jüdischsein und die Frage der Frauen
Vortrag und Gespräch mit Soziologin Martine COHEN; Treffen mit Vertreter*in des jüdischen LGBT-Vereins Beit Haverim, (angefragt)

SA 25.11.
Spurensuche
Spaziergang durch den Pletzl, Besuch der Maison de la Culture Yiddish und Gespräch (angefragt).

SO 26.11.
Jüdisch-Muslimische Initiative
Gesprächsrunde und Vortrag mit Véronique TEYSSANDIER (et. al.), Vorsitzende des Vereins Parler en Paix;
Abschluss des Seminars gegen 11 Uhr 30

Optional: Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit, das Mémorial de la Shoah zu besichtigen

Kontakt & Anmeldung

Bitten senden Sie das ausgefüllte Anmeldungsformular bis spätestens 27. Oktober 2017 postalisch oder per Email an:

Camilla Brockmeyer
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. Frankreich
(Le Comité d’ASF)
86 rue de Gergovie | F-75014 Paris
Email: brockmeyer@asf-ev.de
Tel. + 33 145433124 | www.asf-ev.de

Unterbringung & Tagung

Foyer le Pont, Begegnungs- und Tagungshaus der Evangelischen Kirche im Rheinland im Herzen von Paris, 86 rue de Gergovie, 75014 Paris
www.ekir.de/foyer

Es besteht die Möglichkeit, den Aufenthalt im Foyer le Pont privat zu verlängern. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte per Email an das Foyer le Pont, Email: le-pontparis[at]wanadoo.fr.