Stimmen aus den Begegnungsprogrammen für Azubis

Würth Azubis in Israel 2016 bei einer Führung durch die Shoah Gedenkstätte Yad Vashem

Simon Maillet, Industriekaufmann:

»Diese zwei Wochen in Amsterdam waren eine unheimlich gute Erfahrung. Sehr schnell habe ich gemerkt, dass diese Stadt mit über 750.000 Einwohnern und dem Flair einer gemütlichen Kleinstadt viel mehr zu bieten hat, als die anfangs erwarteten Klischees. Die Arbeit in den Projekten (das Anne-Frank-Haus, das Verzetsmuseum und eine Anlaufstelle für Drogensüchtige und Obdachlose) war eine echte Abwechslung zum ‚Alltag‘ in den Abteilungen und hat uns viele neue Eindrücke verschafft und so unseren Horizont ernorm erweitert.«

Katja Mohr, Kauffrau für Groß- und Außenhandel:

»Durch das Praktikum in Polen habe ich eine ganz andere Perspektive auf das Thema "Holocaust„. Ich habe mich in dieser Zeit wirklich geschämt deutsch zu sein. Obwohl wir Deutsche den Polen Grausames angetan haben, fand ich bemerkenswert, dass es von ihnen keine nachtragenden Reaktionen oder Ablehnung gegenüber uns gab.«

Pascal Grün, BWL-International Business:

»Die Menschen und die Kultur von Polen haben mich sehr geprägt, da eine solche Offenheit, besonders gegenüber Deutschen, nicht selbstverständlich ist. Im Besonderen nehme ich für mich mit, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten darf, sondern weitergegeben werden muss.«

Maria Bolze, BWL-Handel:

»Ich habe spannende Erfahrungen in Amsterdam gesammelt. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der ASF-Freiwilligen und der Mitarbeiter im Anne Frank Haus haben mich begeistert. Die Geschichte von Anne Frank hat mich persönlich sehr berührt. Es war eine tolle Erfahrung, die ich sammeln durfte.«

Felix Pusch, Industriekaufmann:

»Von den Erfahrungen und Erlebnissen während meines zweiwöchigen Aufenthalts in Israel nehme ich besonders den Teamgeist und die Arbeit mit vielen außergewöhnlichen Menschen mit. Viele Erkenntnisse nutzen mir heute in meinem Arbeitsalltag. Außerdem fand ich es sehr spannend einen neuen Kulturbereich kennenzulernen, der häufig ganz anders dargestellt wird, als er in Wirklichkeit ist. Israel wird in der breiten Öffentlichkeit meistens mit Krieg und Aufständen in Verbindung gebracht, aber dieses Land hat viel mehr zu bieten. Beeindruckt haben mich besonders die große Anzahl historischer Stätten und Denkmäler und die gigantische Rate an Start-Up Unternehmen sowie der hohe Technologiestandard in diesem Land.«

Adolf Würth GmbH & Co. KG:

»Seit Sommer 2007 absolvieren jährlich ca. zehn Auszubildende der Adolf Würth GmbH & Co. KG ein vierzehntägiges Praktikum in den Niederlanden, Polen und Israel. In Kooperation mit der Bildungs- und Gedenkstätte »Haus der Wannsee-Konferenz« werden die Auszubildenden vorbereitet und in den Ländern von den dort tätigen ASF-Freiwilligen begleitet. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG möchte ihren Auszubildenden einen Einblick in andere Lebensbereiche verschaffen, welche sie in herausfordernde Situationen versetzen, um daran persönlich wachsen zu können. Neben sozialer Kompetenz soll den Auszubildenden die Möglichkeit eingeräumt werden, den normalen Alltag und das Arbeits- und Wirtschaftsleben für einen bestimmten Zeitraum zu verlassen.«
(aus: A-MAG. Das WÜRTH Azubimagazin von Azubis für Azubis, September 2011/Nr. 7, S. 7)


Gerlind Griese (Leiterin der kaufmännischen Ausbildung), BASF Coatings GmbH, Münster:

»Nachhaltig beeindruckt sind die Auszubildenden von Gesprächen mit Shoa-Überlebenden. Viele der jungen Menschen sind überrascht, wie freundlich sie als Deutsche dort empfangen wurden und berichten von einem Ausmaß an Menschlichkeit, das sie bisher so nicht erfahren haben. Die Möglichkeit, sich als eine Generation Deutschlands mit einem neuen Bewusstsein zeigen zu können, macht die Auszubildenden stolz und gibt ihnen Selbstverstrauen.
Offenheit und Vielfältigkeit sind Unternehmenswerte der BASF, die in diesem Praktikum gefördert
werden. Außerdem vermittelt es den Auszubildenden Werte, die auch im täglichen Berufsalltag gefordert sind: Toleranz, Verantwortungsbewusstsein, Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und interkulturelle Kompetenz. Ich wünsche mir, dass noch viele Auszubildende die Möglichkeit bekommen, mit diesem Praktikum außergewöhnliche Erfahrungen zu sammeln, die sie noch lange in Erinnerung behalten.«

Fakten, Bilder und Emotionen

In Polen

Als die Nachricht kam, dass wir unser Praktikum in Polen absolvieren würden, stutzten wir zunächst. Sofort gingen uns Bilder von zerstörten Häusern, demolierten Autos und vielen finsteren und zwielichtigen Gestalten durch den Kopf. Aber: Irren ist menschlich.

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Lernen, für andere da zu sein

In Israel

Das Beit Moses ist ein Altenwohnheim in Jerusalem, in dem sehr viele Holocaustüberlebende ihren Lebensabend verbringen. Zu Beginn war ich schon sehr aufgeregt, aber auch gespannt, wie ich dort als Deutscher aufgenommen werden würde.

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Übersicht Fotogalerie

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Programme mit Auszubildenden bei ASF

Ein solches Begegnungsprogramm könnte auch etwas für die Auszubildenden in Ihrem Unternehmen sein? In der Broschüre, die Sie hier herunterladen können, finden Sie alle Informationen rund um unser Azubi-Programm noch einmal auf einen Blick zusammengefasst.

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