Schulbesuche der Regionalgruppe Bodensee

Ehemalige ASF-Freiwillige stellen zum ersten Mal die Arbeit der Aktion Sühnezeichen Friedendienste an weiterführenden Schulen in Konstanz und Radolfzell vor. Knapp 200 Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klassen konnten sich ein erstes Bild vom Freiwilligendienst machen.

„Ein solches Jahr lässt einen nicht unverändert“: So lautete die erste Botschaft der Powerpoint-Präsentation, mit der  wir ehemaligen ASF-Freiwilligen und jetzigen Mitglieder der Regionalgruppe Bodensee Schüler*innen der 11. und 12. Klassen den Friedensdienst mit Aktion Sühnezeichen vorstellen konnten. Und es war wohl auch die Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch die gesamten Gespräche zog, die sich zwischen uns, den Schüler*innen und den Lehrer*innen ergaben. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte und die Arbeit von ASF stellten wir den Schülerinnen und Schülern die verschiedenen Projektbereiche und Einsatzländer vor, um dann im Anschluss über unsere eigenen Erfahrungen und die konkreten Tätigkeiten während unseres Friedensdienstes zu sprechen. Mit Bildern aus unseren eigenen Freiwilligendiensten konnten wir anschaulich sowohl von unserer Projektarbeit, von unseren Begegnungen mit Zeitzeugen und anderen Freiwilligen, wie auch von unseren Erfahrungen mit fremden Kulturen und Sprachen berichten. Wir wollten den Schüler*innen auf diese Weise verdeutlichen, wie sehr uns ein einziges Jahr verändert hat und wie prägend es für unsere persönliche Entwicklung war. Egal ob als Freiwilliger in den USA, in Frankreich oder in Norwegen, wir alle haben Erfahrungen gemacht, die keine Schule, keine Ausbildung und auch keine Universität für uns bereitgehalten hätte.

In den anschließenden Diskussionsrunden hatten die Schüler Gelegenheit, konkrete Nachfragen zum Freiwilligendienst allgemein und zu unseren persönlichen Erfahrungen zu stellen. So konnten wir gezielt auf  Bewerbungsregularien und Voraussetzungen für einen Freiwilligendienst eingehen, über den Aufbau von Förderkreisen berichten und die einzelnen Leistungen von ASF behandeln. Für die Konstanzer und Radolfzeller Schüler*innen stehen nun zwar zunächst einmal die Sommerferien an, doch viele von ihnen gaben nach unserer Vorstellung an, sie könnten sich einen einjährigen Freiwilligendienst nach dem Abitur gut vorstellen. Die Option eines Friedensdienstes mit Aktion Sühnezeichen samt den Eckdaten zur Bewerbung haben sie nun schon im Hinterkopf und daher hoffen wir, dass der oder die eine oder andere seine Bewerbungsunterlagen an ASF schicken wird.

Insgesamt konnte unsere Regionalgruppe in diesem Jahr drei Schulen besuchen: das Friedrich-Hecker-Gymnasium in Radolfzell, das Heinrich-Suso-Gymnasium Konstanz und die Zeppelin Gewerbeschule in Konstanz. Mit knapp 200 Schüler*innen wurde dabei ein großer Kreis potentieller ASF-Freiwilliger angesprochen. Von den Ansprechpartner*innen aller drei Schulen haben wir sehr positive Rückmeldungen erhalten und sind daher eingeladen, auch im nächsten Jahr die Schüler*innen der 12. Klassen über den Freiwilligendienst mit ASF zu informieren. Wir bedanken uns bei allen beteiligten Lehrer*innen, die uns ihre Unterrichtszeit für die Vorstellung von ASF zur Verfügung gestellt haben, und insbesondere auch bei Frau Quintini von der Konstanzer Stolpersteininitiative, durch die wir die Kontakte zu den Schulen herstellen konnten. Als Regionalgruppe hoffen wir, in Zukunft weitere Kontakte zu anderen Schulen in Konstanz und der Umgebung knüpfen zu können, um auch dort den Freiwilligendienst vorstellen oder andere Projekte mit Schüler*innen der Region gestalten zu können.

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