Aktion "Wir erinnern" in Freiburg

Das Banner der Regionalgruppe Freiburg informiert über die Geschichte der Alten Synagoge und erinnert an die Menschen, die von hier aus deportiert wurden. Foto: Maja Blomenkamp

Im November jährten sich die Novemberpogrome gegen die jüdische Bevölkerung zum 80. Mal. Mit einer bundesweiten Aktion lenkte Aktion Sühnezeichen mit den Regionalgruppen in verschiedenen Städten in Deutschland die Aufmerksamkeit auf jene Orte, die vor 80 Jahren zur Zielscheibe von Gewalt und Zerstörung wurden – wie jüdische Wohnhäuser, Geschäfte und Orte.

In Alfeld, Bremen, Hamburg-Bramfeld, Freiburg im Breisgau, Leipzig, Halle (Saale), Heidelberg, Münster, Stuttgart und  Tübingen fanden rund um den 9. November Gedenkaktionen unter dem Motto "Wir Erinnern" statt.

In Freiburg erinnerte die ASF-Regionalgruppe an die Alte Synagoge der Stadt, die 1938 von den Nazis zerstört wurde. Heute erinnert ein Gedenkbrunnen an die Geschichte des Platzes. Auf der Gedenkveranstaltung, in deren Rahmen der Enkelsohn von Shoah-Überlebenden François Blum sprach, wurde auf die Erweiterung und Sichtbarmachung des Gedenkortes gedrängt, der im Sommer als Planschbecken benutzt wird. „Es wurde deutlich, dass in Freiburg ein großes allgemeines Interesse besteht bei Fragen um den Platz, zu historischen Aspekten, den Ansichten der jüdischen Gemeinden, den Hintergründen der Entstehung des Brunnens und Fragen danach, wie es mit dem Gedenken auf dem Platz in Zukunft weitergehen soll“, sagt Maja Blomenkamp von der ASF-Regionalgruppe in Freiburg. „Mit der Aktion haben wir sehr viele Menschen erreicht und konnten auch einen Teil zu der Debatte um den Platz beitragen.“

Gedenken in Freiburg auf dem Platz der Alten Synagoge. Foto: Maja Blomenkamp

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