Das Gelbe Band - das andere Reformationsgedenken

Das Lutherdenkmal vor der Missionsakademie Hamburg - mit gelber Augenbinde

Über die Hamburger Aktion Sühnezeichen Friedensdienste Regionalgruppe wurde folgender Aufruf der Evangelischen Akademien Sachsen-Anhalt und Berlin in die Missionsakademie weitergetragen und regte zu Diskussionen an: „Am Gedenktag des Novemberpogroms, der zugleich der Vorabend des 533. Geburtstags Martin Luthers ist, sollen die Augen des Reformators an möglichst vielen Lutherdenkmälern in Deutschland mit einer gelben Augenbinde verhüllt werden. Wir wollen damit auf den erschütternden Antijudaismus, vor allem in den späten Schriften des Reformators, und seine fatale Wirkung in der deutschen und protestantischen Geistesgeschichte hinweisen. Damit wollen wir nicht seine bahnbrechenden Verdienste in Abrede stellen, aber bekennen, dass ihn sein Hass auf die Juden blind machte. Gleichzeitig steht Luther für die protestantische Kirche und für Deutschland und damit für die Blindheit der deutschen Geistesgeschichte in Bezug auf Antisemitismus. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie es uns gleichtun und sich an der Aktion beteiligen.“

Weitere Informationen zu dieser Aktion: http://www.eaberlin.de/nachlese/chronologisch-nach-jahren/2016/gegen-den-blinden-hass/

http://www.ekd.de/download/EKD-Dossier_Nr_10_November2015_Synode.pdf (Seite 2f.)

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