Regionalgruppentreffen vor der "Steinwache" (Foto: Regionalgruppe Münster)

Die Regionalgruppe Münster lud am 8.Januar 2016 zu einem Ausflug nach Dortmund ein. 20 Teilnehmer*innen aus ganz NRW folgten der Einladung und so gab es das ein oder andere freudige Wiedersehen am Dortmunder Hauptbahnhof. Erste Station unseres Ausflugs war die Mahn- und Gedenkstätte „Steinwache“, eine ehemalige Polizeiwache mit angeschlossenem Polizeigefängnis. Auf der fast zweistündigen Führung erfuhren wir mehr über die bewegte Geschichte der Steinwache, die 1906 zur Befriedung der Nordstadt gegründet wurde und ab 1933 teilweise von der Gestapo zur Verhören und Folterungen politischer Gefangener mitgenutzt wurde. Während dieser Zeit bekam sie auch den Beinamen „Hölle Westedeutschlands“. Auch nach Kriegsende wurde die Steinwache noch polizeilich genutzt, bis sie in den 60er Jahren in eine Obdachlosenunterkunft umfunktioniert und schließlich 1987 zur Gedenkstätte wurde.

Nach der Führung traten einige den Heimweg an, die übrigen diskutierten beim Mittagssnack das Gehörte und Gesehene und knüpften Kontakte. Zum abendlichen Theaterbesuch, kamen noch einige neue Gesichter hinzu. 

"2099" 

Das Theaterstück „2099“ ist eine Kooperation des Theaters Dortmund und des Zentrums für Politische Schönheit. Es handelt von 5 Philosophen aus dem Jahr 2099, die eine Zeitreise ins Heute machen und im Theater Dortmund landen. Sie sind gekommen, um uns zu warnen und aufzurütteln angesichts des Leidens, das um uns herum geschieht. Dabei prangern sie die herrschende Teilnahmslosigkeit an, rufen zu mehr Humanismus auf und verlachen gleichzeitig die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, die während der aktuellen Flüchtlingskrise versucht, mit Kleiderspenden und Sprachkursen, das ihrige zur Verbesserung der Lage zu tun. Eigene kreative Ansätze zu Lösung des Problems bleiben sie schuldig. Obwohl es ein Nachgespräch mit den Schauspielern und dem Dramaturgen gab, blieben einige Fragen zu dem Stück offen. Die Meinungen darüber, was von dem Stück zu halten sei, gehen weit auseinander, sodass nicht nur auf der Rückfahrt, sondern auch auf den letzen Treffen der Regionalgruppe Münster noch viel darüber diskutiert wurde.

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