Filmvorführung "Es ist auch meine Geschichte"

Eine Kooperationsveranstaltung vom Bundesverband der Migrantinnen, Frankfurt und der Regionalgruppe Rhein-Main der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Teilnehmende der Filmvorführung im Anschluss an angeregte Diskussionen.

Teilnehmende der Filmvorführung im Anschluss an angeregte Diskussionen.

Der Film "Stadtteilmütter - es ist auch meine Geschichte" zeigt eine Form der Annäherung an deutsche Erinnerungskultur in Berlin. Frauen mit türkischem und arabischen Migrationsgeschichten treffen Holocaustüberlebende, besuchen einen Gottesdienst in einer Berliner Synagoge und setzen sich mit der Verfolgung von Sinti und Roma während des 2. Weltkriegs auseinander. Die Begegnungen, etwa mit Margot Friedländer sind behutsam aber kommunikativ. Die Haltung der Frauen ist neugierig, gleichzeitig besteht ein Bedürfnis von den eigenen Vertreibungs- und Kriegserlebnissen zu berichten und sie ins Verhältnis zum Holocaust zu setzen.

Die ASF-Regionalgruppe lud die Frankfurterinnen des Bundesverbands der Migrantinnen zu einem gemeinsamen Filmabend ein. Im Anschluss daran schloss sich eine rege politische Diskussion über Rollenbilder migrantischer Frauen in Deutschland an. Der Bundesverband der Migrantinnen sieht etwa die Position der Stadtteilmütter arbeitsrechtlich problematisch. Sie plädieren vielmehr dafür, bezahlte versicherte Beschäftigungen von migrantischen Frauen zu fördern und qualifizierte Kräfte in problematische Familien zu entsenden. Eine Perspektive, die gerechtfertigt ist.

Wie unsere Kooperation weitergehen könnte: Die Frauen waren sehr interessiert daran, mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen und sich mit deutscher Geschichte, auch Frankfurter Stadtgeschichte weiter zu beschäftigen, insofern ist eine weitere Veranstaltung, auch gemeinsam mit dem Verein "Gegen Vergessen - für Demokratie" angedacht worden.

Eine Filmszene: Holocaustüberlebende Margot Friedländer mit zwei der Berliner Stadtteilmütter aus dem Projekt.

Eine Filmszene: Holocaustüberlebende Margot Friedländer mit zwei der Berliner Stadtteilmütter aus dem Projekt.

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