Aktion "Wir erinnern" in Tübingen

Mit einer Aktion vor der Tübinger Universität machte die Regionalgruppe Tübingen auf die Beteiligung der Bildungs-"Elite" an der Verfolgung von Jüdinnen*Juden aufmerksam. Foto: Hans Probst

Im November 2018 jährten sich die Novemberpogrome gegen die jüdische Bevölkerung zum 80. Mal. Mit einer bundesweiten Aktion lenkte Aktion Sühnezeichen mit den Regionalgruppen in verschiedenen Städten in Deutschland die Aufmerksamkeit auf jene Orte, die vor 80 Jahren zur Zielscheibe von Gewalt und Zerstörung wurden – wie jüdische Wohnhäuser, Geschäfte und Orte.

In Alfeld, Bremen, Hamburg-Bramfeld, Freiburg im Breisgau, Leipzig, Halle (Saale), Heidelberg, Münster, Stuttgart und  Tübingen fanden rund um den 9. November Gedenkaktionen unter dem Motto "Wir Erinnern" statt.

In Tübingen wollte die ASF-Regionalgruppe im Rahmen einer Gedenkaktion an der Universität auf die Beteiligung der Bildungs-„Elite“ der Stadt  an der Ausgrenzung und Verfolgung der städtischen Jüdinnen*Juden aufmerksam machen. Bereits im Vorfeld wurden ihnen dabei jedoch Steine in den Weg gelegt: die Universität verweigerte eine Erlaubnis der Gedenkveranstaltung auf dem Geschwister-Scholl-Platz. Stattdessen informierte die Regionalgruppe auf dem Gehweg vor der Neuen Aula über die Mitschuld der Tübinger Bildungsschicht an den nationalsozialistischen Verbrechen. Mittlerweile hat die Universität ihren Fehler eingesehen.

"Auch Studium und Forschung schützten nicht davor wegzuschauen und mitzumachen" - Erinnerungsaktion an der Tübinger Universität. Foto: Hans Probst

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