Ein Auftrag bis heute: Die historische Verantwortung der Eberhard Karls Universität Tübingen

Kundgebung der Regionalgruppe vor der Eberhard Karls Universität. Foto: Regionalgruppe Tübingen

Am 8. November 2019 organisierte die Regionalgruppe Tübingen eine Mahnwache zur historischen Verantwortung der Uni Tübingen. Trotz strömendem Regen kamen etwa 50 Personen und Berichte in der lokalen Presse und im SWR.

 

Von der ASF-Regionalgruppe sprach Lisa Blum zur kolonialen Vergangenheit der Universität: "Wir haben bis heute die Aufgabe, rassistische und sterotypisierende Menschenbilder aufzubrechen." Hans Probst aus der Regionalgruppe betonte:

"Erinnerungskultur gehört zum Herzen der Uni und darf niemals, wie im vergangenen Jahr geschehen, an den Rand gedrängt werden." Der Kanzler der Universität, Dr. Andreas Rothfuss, entschuldigte sich wiederum für das Vorgehen im vergangenen Jahr: "Die Universität hat in der NS-Zeit Schuld auf sich geladen. Dafür tragen wir bis heute Verantwortung." Prof.

Hans-Joachim Lang (Publizist und Kulturwissenschaftler) kritiserte wiederum die Uni für ihre widerwillige und ambivalente Aufarbeitung der NS Zeit. "Fassungslos" mache ihn weiterhin, dass an der zentralen Gedenktafel der Universität Opfer und Täter in einem Atemzug genannt

werden: "es gibt keine Gedenkkultur an die Opfer des NS. Sie sind bis heute vergessen." Dorothea Kliche Behnke, SPD-Gemeinderätin, bekräftigte das und verwies auf den zögernden Umgang mit dem Gräberfled X, wo über 1500 Opfer des NS begrabend sind, an die lange Jahre nicht erinnert wurde. 

 

 

Um die 50 Menschen versammelten sich zur Kundgebung. Foto: Regionalgruppe Tübingen

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