Briefe aus Norwegen

Nina in der Folkehøgskole Nord-Norge

Hei hei! Jeg heter Nina, jeg er 18 år gammel og jeg kommer fra Hofheim i Tyskland.

Dies ist die Sprache, die ich seit dem Beginn meines Freiwilligendienstes am 11.08.2017 lerne – Norwegisch. Denn ich mache meinen Freiwilligendienst in der Folkehøgskolen Nord-Norge in Evenskjer, Norwegen.

Eine Folkehøgskole ist eine Internatsschule, die meistens von Schüler*innen im Alter von 18-25 Jahren nach ihrem normalen Schulabschluss besucht wird und in der es nicht um einen festgelegten Lehrplan und Klausuren geht, sondern um die Entfaltung der Persönlichkeit und Interessen. Diese Schulen bieten wirklich sehr interessante und außergewöhnliche Kurse an. Ob Fotografie, Extremsport oder Weltreise, alles ist möglich.

Bei einiger dieser Schulen gibt es auch eine Aktivklasse mit Schüler*innen, die eine geistige und/oder körperliche Behinderung haben. Dies ist auch bei meiner Folkehøgskole der Fall.

Zusammen mit meiner Mitfreiwilligen Agnes bin ich größtenteils in der Aktivklasse tätig, helfe den Schüler*innen in ihrem Alltag und begleite sie bei vielen aufregenden Ausflügen, wodurch ich schon so einiges erlebt habe. Innerhalb dieser 2 Monate, in denen ich schon hier bin, habe ich das erste Mal Surfen und Kajakfahren ausprobiert, eine Grottentour mitgemacht, habe Alta, Unstad, Harstad und Kjerstad erkundet und viele neue Freund*innen gewonnen. Mir kommen diese 2 Monate durch die vielen neuen Erfahrungen wesentlich länger vor und ich kann kaum erwarten, was noch alles auf mich zu kommt. Norwegen fühlt sich wirklich schon wie ein Zuhause an.

Agnes in der Folkehøgskole Nord-Norge

Hei, hei! Liebe Grüße aus Nord-Norwegen!

Ich heiße Agnes, komme aus dem schönen Schwabenländle aus Rottenburg am Neckar und wohne nun schon seit zwei Monaten in meiner neuen Heimat nördlich des Polarkreises in einem kleinen Ort namens Evenskjer.

Hier arbeite ich als „Fredarbeider“ (Friedensdienstler) zusammen mit meiner Mitfreiwilligen Nina in einer sogenannten Folkehøgskole mit den Schülern mit Behinderung.

In einer Folkehøgskole (die meistens nach dem regulären Schulabschluss zwischen 18 und 24 Jahren besucht wird) geht es nicht darum, möglichst schnell zu einem Abschluss oder Wissenstand zu gelangen, sondern darum, sich persönlich und im Team weiterzuentwickeln und z.B. in Fächern wie Extremsport, Weltreise, Foto& Outdoorleben oder Tanz& Theater Spaß zu haben und eigene Grenzen auszutesten. Für die Schüler*innen mit Behinderung gibt es eine Linie, die besonderes Augenmerk auf Selbstständigkeit und eigene Freizeitgestaltung legt.

Meine ersten zwei Monate hier waren unglaublich erlebnisreich und aufregend! Zusammen mit Nina helfe ich den Schüler*innen mit Behinderung einerseits im Alltag und bereite darüber hinaus mit 10 weiteren norwegischen Mitfreiwilligen coole Angebote für alle Schüler*innen vor, wie Bastelaktionen, Sportturniere, Ausflüge oder auch z.B. eine wöchentliche Bibelgruppe. Ich freue mich, durch ASF die Gelegenheit bekommen zu haben, all diese Erfahrungen zu machen.

Greta und Maria im Conrad Svendsen Senter

Greta und Maria zusammen mit Inge

Hei, ich heiße Greta Becker und komme aus Kiel. Da das aber noch nicht genug Norden für mich war, bin ich vor etwa zwei Monaten nach Oslo in Norwegen gezogen. Dank ASF wohne ich hier in einer wunderschönen Wohnung mit Ausblick auf den Oslofjord und arbeite in einer Einrichtung mit Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für Gehörlose und Hörgeschädigte mit weiteren Einschränkungen. Das heißt, dass ich neben Norwegisch auch noch norwegische Gebärdensprache lerne, was wirklich eine anspruchsvolle, aber auch sehr interessante Erfahrung ist. Besonders schön ist es dabei, von so vielen Menschen umgeben zu sein, die jeden Satz und jede Gebärde geduldig immer und immer wieder wiederholen und mir zu jeder Gebärde eine meist sehr nachvollziehbare Eselsbrücke geben. Da ich in der Abteilung „dag/arbeid“ arbeite, begleite ich die Bewohner*innen während ihrer Arbeitszeit. In dieser können sie in der Küche arbeiten, Schrauben und Ähnliches packen, Kreatives und Handarbeiten machen, auf Wanderungen gehen oder Holzarbeiten verrichten. Ich habe mich hier recht schnell zurecht gefunden, da Norwegisch dem Deutschen stark ähnelt und ich somit schnell die ersten Sätze verstehen konnte. Außerdem tut es sehr gut, immer mehr Verantwortung für die Begleitung der Menschen übertragen zu bekommen und schon ab und zu wirklich das Gefühl zu haben eine Hilfe zu sein. Das beste während der Arbeit ist allerdings sowohl die Bewohner*innen, als auch meine Kollegen und Kolleginnen jeden Tag ein wenig mehr kennenzulernen, zu sehen wie gut es den Bewohner*innen hier ergeht und wie sie während der Arbeit aufblühen. Ich freue mich darauf endgültig meinen festen Platz auf der Arbeit zu finden und mich möglichst bald ganz auf Norwegisch und Gebärden verständigen zu können.

 

Hallo, ich heiße Maria und komme aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Stuttgart. Mit meinem großen Wunsch nach Veränderung und meinem Verlangen endlich etwas von der Welt zu sehen, bin ich von dort glücklicherweise mit ASF diesen September in die Hauptstadt Norwegens gezogen. Hier arbeite ich am Conrad Svendsen Senter mit Gehörlosen und Hörgeschädigten mit weiteren Einschränkungen. Ich bin in die Wohneinrichtungen „Utsikten“ und „Blåkroken“ eingeteilt. Das heißt, ich betreue die Bewohner*innen in ihrem Alltag in ihren WGs, was Pflege, Unterhaltung und Aktivitäten beinhaltet. Neben dem Erlernen der norwegischen Sprache ist also auch das Aneignen der norwegischen Gebärdensprache eine Voraussetzung, um unter anderem auch mit meinen Kollegen und Kolleginnen kommunizieren zu können, da viele von ihnen ebenfalls gehörlos sind. Obwohl mir die Sprachen noch schwer fallen, habe ich jetzt nach knapp zwei Monaten schon besonders Freude und Interesse am Gebärden gefunden und bin gespannt darauf, mehr von dieser zu erfahren. Aber auch die alltägliche Arbeit bereitet mir große Freude und somit hat jeder Tag sein eigenes Highlight. Ich bin von wunderbaren Menschen, sowohl Kollegen und Kolleginnen als auch Bewohner*innen, umgeben und lerne, sie jeden Tag mehr zu schätzen.

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