Sommerlager in Bechhofen

Im mittelfränkischen Bechhofen liegt einer der größten jüdischen Friedhöfe Süddeutschlands. Bis in die späten dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden dort Jüd_innen aus ganz Mittelfranken beerdigt. Bechhofen war somit jahrhundertelang ein spirituell wichtiger Ort für das Landjudentum im Norden Bayerns.

Im Juni 2013 trafen sich also dreizehn junge Menschen aus Belarus, der Ukraine, den USA, Spanien, Ungarn und Deutschland auf einem Zeltplatz nahe Bechhofen, um sieben Tage gemeinsam auf und über den Friedhof zu arbeiten. Das große Interesse aneinader, am Arbeiten und am Thema brachte eine gute Atmosphäre ins Camp. So fiel auch die schwere körperliche Arbeit an heißen Sommertagen auf dem Friedhof und das Erstellen eines Informationsflyers über eben jenen deutlich leichter.

Der Fokus unseres Camps war eher auf die lange, lebendige Geschichte des Judentums in Mittelfranken gelegt, deren jähes Ende im Nationalsozialismus wurde aber u.a. durch Ausflüge zum Hesselberg (Stätte von Julius Streichers Frankentage) und die „Stadt der Reichsparteitage“ Nürnberg ebenfalls thematisiert. Gerne hätten wir noch ein paar Tage länger am Krummweiher verbracht. Doch wir hoffen, auch im nächsten Jahr ein ähnlich schönes ASF-Sommerlager in Bechhofen erleben zu können. Dieses Mal wollen wir uns den sogenannten Judenwegen widmen, Verbindungswege zwischen den jüdischen Landgemeinden, die heute weitgehend unbekannt sind.

Bedanken möchten wir uns beim Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden Bayern für Zusammenarbeit, bei Heimatpfleger Herbert Dommel für die inhaltliche Unterstützung, für Materialien und Führungen, bei der Doris-Wuppermann-Stiftung und bei Begegnung von Juden und Christen Bayern für die finanzielle Unterstützung.

Jacob Nuhn und Felix Sens, Teamer 
Sommerlager in Bechhofen
19.07.-26.07.2013

 

Danke für die Unterstützung

Dieses Projekt wurde durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Doris-Wuppermann-Stiftung ermöglicht. ASF sagt herzlich Danke!

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