Sommerlager in Deventer

Auf die Teilnehmer_innen des Sommerlagers im niederländischen Deventer wartete ein intensives Programm. Neben Arbeiten auf dem jüdischen Friedhof, standen eine Theaterperformance, Gesangsworkshops und Stadtführungen und eine Fahrt in die Gedenkstätte Kamp Westerbork auf dem Programm.

Unsere Gruppe war die ganze Zeit sehr eng verbunden: durch die Unterbringung in Zelten und weil unser vielseitiges Programm wenig Zeit und Raum ließ, sich alleine zu langweilen. Am ersten Abend hörten wir beiden Teamerinnen noch, dass sich die Gruppe mehr Freizeit wünschte, doch schon in den nächsten Tagen und mit einer halben Stunde mehr Freizeit im Gepäck war dieser Kritikpunkt schnell wieder vergessen!

Dabei hatten die Teilnehmer_innen recht: Wir hatten wirklich eine Menge zu erledigen. Wir hatten uns von beginn an vorgenommen, neben unseren Arbeiten auf einem alten jüdischen Friedhof auch noch ein Straßentheaterprojekt zum Thema Diskriminierung auf die Beine zu stellen.

Von 9 Uhr 30 bis 12 Uhr 30 arbeiteten wir dadurch fast täglich auf dem alten jüdischen Friedhof in Deventer. Wir schrubbten und putzten die Grabsteine, bis diese wieder gut ausschauten. Die eingemeißelten Buchstaben auf den nun sauber strahlenden Grabsteinen betupften wir anschließend mit schwarzem Autolack. Dabei war es sehr schön, immer mehr zu sehen, was für einen Fortschritt wir gemacht haben und sich vorzustellen, wie schön es für Angehörige sein muss, wieder ohne Umstände die Grabinschrift lesen zu können.

Neben dem Erfolg bei der Friedhofsarbeit erarbeiteten wir an mehreren Nachmittagen gemeinsam mit den Regisseuren Hanneke Evink und Peter van Dijk eine Straßentheaterperformance, die wir an unserem vorletzten Camptag in der Innenstadt präsentierten.

Farina Maletz, Teamerin
Sommerlager in Deventer
15.07. - 28.07.12

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