"Über Nachbarn, Familien und Kinder: Erinnern und Versöhnen gestern, heute morgen" - So lautete der Titel des deutsch-polnischen Begegnungsprojekts, das Familien aus beiden Ländern zusammenführte. Junge, ganz junge und "mittelalte" Erwachsene trafen sich zu Arbeit und Austausch in Dresden.

Der alte jüdische Friedhof ist ein magischer Ort, wo man keine Angst vor dem Tod hat. Gemeinsam arbeiteten wir an diesem besonderen Ort. Aber natürlich hat sich unser Aufenthalt in Dresden nicht auf die Reinigung und Entwurzelung des Unkrauts beschränkt. Die Kinder haben sich schnell eingelebt und integriert. Mit Neugierde haben sie gefragt warum das Datum auf den Grabsteinen anders als in unserem Kalender ist und wie man das hebräische Alphabet lesen kann. Sie haben überlegt, wer die Person war, die in dem Grab liegt, wie ihre Welt ausgesehen hat und was die Symbole, wie  Schlangen, Bücher, Krüge, Kronen, Pflanzen auf den Grabsteinen bedeuten.

Für jüngere Kinder hatte es keine symbolische Dimension, daß Polen und Deutsche auf dem jüdischen Friedhof gemeinsam arbeiten. Für sie war es etwas ganz Normales. Jedoch konnten sie merken, wie wichtig es für die Erwachsene war. Sie haben daraus gelernt, wie eine solche gemeinsame Beschäftigung funktioniert und auch, daß ein Sommerlager eine schöne Alternative für einen Urlaub am Strand ist.

Die Kinder wissen noch nicht so viel über die Geschichte der Juden. Sie nehmen ganz einfach an, daß man die Menschen im Gedächtnis behalten soll. Jetzt haben sie einen Anstoß bekommen, neue Kenntnisse und Neugier führen sie weiter.

Adriana Kowalska, Teamerin
Sommerlager in Dresden
27.07. - 03.08.2013

Danke für die Unterstützung

Deutsch-Polnisches Familiensommerlager

Das Projekt "Über Nachbarn, Familien und Kinder: Erinnern und Versöhnen gestern, heute morgen" wurde durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit ermöglicht. ASF sagt herzlich Danke!

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