Sommerlager in Sankt Petersburg und Rachija
31.08.-14.09.2019

Vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 wurde Leningrad, das heutige St. Petersburg, von deutschen sowie finnischen Truppen belagert, was heute allgemein als „Leningrader Blockade“ bekannt ist. Im Zuge dieses deutschen Vernichtungskrieges und des bewussten Aushungerns kamen in den rund 900 Tage der Blockade, die fest in der Geschichte der Stadt und in der Erinnerung Russlands verankert sind, nach Schätzungen mehr als 1,1 Millionen zivile Bewohner*innen in der Stadt und Umgebung ums Leben.

Im Gedenken an die Opfer der Blockade beschäftigen sich die internationalen Teilnehmer*innen in diesem Sommerlager mit der wechselvollen, komplexen Geschichte St. Peterburgs und besonders mit der leidvollen Periode der Stadt während der Blockade. Im Vyborger Bezirk der Stadt wird in Privatwohnungen den  Überlebenden der Blockade, den Blokadniki und Blokadnizas,  Hilfe bei alltäglichen Arbeiten wie umfangreicheren Putzaktionen, beim Einkaufen, oder ähnlichem angeboten und für sie geleistet.

Inhalte des thematischen Programms sind unter anderem die umfassende Beschäftigung mit der Blockade aus verschiedeneren Blickwinkeln, z.B. auch mit dem Kunst- und Kulturleben zur Zeit der  Blockade , Exkursionen zu historisch bedeutsamen Orten der Blockade in der Stadt, Gespräche und Begegnungen mit Zeitzeug*innen.

Ausflüge ins Umland, aber auch eigene Erkundungstouren in der heimlichen Hauptstadt Russlands und oft als „Venedig des Nordens“ bezeichneten multikulturellen und quirligen Metropole sind möglich. Geplant ist unter anderem ein Ausflug zum Ladoga-See. 

Auch in diesem Jahr startet das Projekt im Sankt Petersburger Umland, in den kleinen Ort Rachija. Dort beschäftigen wir uns mit der Geschichte der Blockade vor Ort, der Bedeutung des Ladogasees und der hier durchführenden „Straße des Lebens“ und werden Erinnerungsorte und Denkmäler des Ortes pflegen. Anschließend geht es zurück ins wunderschöne Zentrum St. Petersburg, wo wir zusammen weitere 9 Tage verbringen werden. Dort befindet sich die Gruppenunterkunft in einem zentral gelegenen Hostel.

·      Typ: Internationales Sommerlager

·      Gruppe: Eingeladen sind 12-14 internationale Teilnehmer*innen ab 18 Jahren.

·      Campsprachen: Englisch (Russisch)

·      Unterbringung: in St. Petersburg: Mehrbettzimmer in einem Hostel im Stadtzentrum, in Rachija: Unterkunft in Gemeinschaftsraum in Schlafsäcke und auf Isomatten (können vor Ort gestellt werden)

·      Besonderheit: Anmeldefrist ist der 30. Juli wegen der Visabeschaffung

·      Extras: Russischgrundkenntnisse sind von Vorteil, aber keine Teilnahmebedingung. Für Russland wird ein Visum benötigt. Der Reisepass muss mindestens bis Ende März 2020 gültig sein. Visa-Einladungen werden über das ASF-Büro besorgt. Die Beantragung des Visums erfolgt eigenständig über die Konsularstellen in den jeweiligen Ländern der Teilnehmenden.

Das Sommerlager in St. Petersburg und Rachija

Kurzüberblick

Datum: 31.08.-14.09.2019
Typ: Internationales Sommerlager
Arbeit: Renovierungsarbeiten
Gruppe: bis zu 14 Teilnehmer*innen
Campsprachen: Englisch, Russisch (von Vorteil)
Extra: Anmeldung bis zum 30. Juli 2019

  • Gefördert vom
  • im Rahmen des Bundesprogramm
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