Internationales Sommerlager „Eine Szenische Lesung zum Thema NS-Zwangsarbeit“
20.07.-31.07.2022

"Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit/FotografIn" Foto: Andreas Schoelzel

Das ASF Sommerlager findet in Kooperation mit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin Schöneweide statt. Im Mittelpunkt des Sommerlagers steht die Biografiearbeit und die filmische Erarbeitung einer szenischen Lesung.

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit befindet sich am Ort eines ehemaligen fast vollständig erhalten gebliebenen Zwangsarbeitslagers. Dieser Ausstellungs-, Archiv- und Lernort widmet sich schwerpunktmäßig einer jahrzehntelang vergessenen Opfergruppe: den Zwangsarbeiter*innen aus fast allen europäischen Ländern, die während des Zweiten Weltkrieges für das NS-Regime arbeiten mussten. Im Mittelpunkt steht das Schicksal der mit rund 8,4 Millionen größten Gruppe der zivilen Zwangsarbeiter*innen, für die es bis 2006 keinen eigenen Erinnerungsort gab.

Das Sommerlager findet in Kooperation mit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte statt, die 2015 auf dem Gelände des Dokumentationszentrums eröffnet wurde. Sie bietet einen Ort, an dem junge Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammenkommen, diskutieren und gemeinsam lernen. Am Beispiel der NS-Diktatur und der Zwangsarbeit beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Mechanismen von Ausgrenzung und Ausbeutung.

Während des Sommerlagers setzen sich die Teilnehmer*innen mit den Hintergründen und Lebensgeschichten der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen, aber auch der Einsatzträger und Lagerleiter auseinander. Durch die Beschäftigung mit den Interviews und anderen Quellen bekommen die Teilnehmer*innen einen Einblick in die Strukturen von NS-Zwangsarbeit und in einzelne Biografien ehemaliger Akteur*innen. Damit möchten wir das Interesse an historischen und politischen Prozessen wecken und aufzeigen, dass Geschichte und eine kritische Haltung auch etwas mit der eigenen Lebenswelt zu tun haben.

Im praktischen Teil lernen die Teilnehmer*innen Theatergrundlagen kennen und werden am Ende eine szenische Lesung mit den Interviews der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen filmisch erarbeiten. Die inszenatorische Arbeit wird durch die Führungen im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und einem Stadtteilspaziergang zu historischen Orten in Berlin ergänzt.

Typ: Internationales Sommerlager

Gruppe: Wir erwarten 12 Teilnehmende

Campsprache: English

Information: http://www.dz-ns-zwangsarbeit.de/ (bitte dort keine Anfragen stellen!)

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  • im Rahmen des Bundesprogramm
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