ASF-Salon

Antisemitismus – Nicht nur ein Problem der anderen.

Digitaler ASF-Salon mit Christian Staffa und Angelika Obert am 19. Mai / 18 bis 19:15 Uhr

Bei Antisemitismus denken die meisten zuerst an die anderen: an die extreme Rechte, an Islamisten, an geschändete jüdische Friedhöfe und Übergriffe gegenüber Jüdinnen und Juden. Kaum jemand möchte mit dem Vorwurf des Antisemitismus bei sich selbst oder in den eigenen Reihen konfrontiert werden.

Antisemitismus ist aber tief in unsere Kultur und Gesellschaft eingeschrieben und hat eine jahrhundertelange Tradition, die ihre Wurzeln besonders auch im christlichen Antijudaismus hat. Der Salon greift die Frage des Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart auf – mit einem besonderen Blick auf die Kirche. Judenhass hat viele Überschneidungen mit anderen Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, ist aber nicht mit Rassismus gleichzusetzen. Inzwischen tritt er häufig auch in Form von Israelfeindschaft und sekundärem Antisemitismus auf: Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz.

Die Theologin und Journalistin Angelika Obert wird mit Dr. Christian Staffa ins Gespräch kommen. Christian Staffa ist der Beauftragte für den Kampf gegen Antisemitismus bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Bis 2012 war er ASF-Geschäftsführer.

Der ASF-Salon fand als Videokonferenz über Zoom statt.

  • Gefördert vom:
  • im Rahmen des Bundesprogramm
  •  
  •