ASF-Salon

Zeitzeuginnengespräch mit Henriette Kretz
Digitaler ASF-Salon am 22. September / 18 bis 19:15 Uhr

Im digitalen ASF-Salon wird Henriette Kretz aus Belgien ihre Geschichte mit uns teilen. Sie wurde 1934 im damaligen Polen in eine jüdische Familie geboren und überlebte, versteckt in einem katholischen Waisenhaus, die Zeit des NS-Terrors.

Die Verfolgung der Familie begann unmittelbar mit dem deutschen Überfall auf Polen und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939. Die Familie floh nach Lemberg, später nach Sambor, wo sie ins jüdische Ghetto umsiedeln musste – die Eltern wurden vor ihren Augen erschossen. Henriette Kretz gelang die Flucht in das nahegelegene Waisenhaus, wo sie bis zur Befreiung durch die sowjetische Armee überlebte. Mit ihrem Onkel, dem einzigen weiteren Überlebenden der Familie, zog sie nach Antwerpen. Dorthin ist die die heute 87-jährige wieder zurückgekehrt, nachdem sie viele Jahre in Israel als Lehrerin tätig war. Um ihre Erfahrungen an die nächste Generation weiterzugeben, hat Henriette Kretz ihre Geschichte in dem Buch Willst Du meine Mutter sein? Kindheit im Schatten der Schoah festgehalten. 2020 wurde sie für ihr Engagement als Zeitzeugin mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Der digitale Salon findet auf zoom statt.

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