Aktuelles | 25. Juni 2019

Farbenfrohes Erinnern an die Verfolgung und Diskriminierung

Ausgrenzung fängt im Alltag an. Gegen Homophobie, Antisemitismus und Rechtextremismus -

Unter diesem Motto hat die Regionalgruppe Freiburg im Rahmen des Christopher-Street-Day an die gemäß der nationalsozialistischen Ideologie ab 1935 als "Volksschädlinge" verfolgten, mit dem Rosa Winkel inhaftierten und ermordeten homosexuellen Menschen erinnert. Außerdem machte sie auf die lange rechtliche Diskriminierung von Homosexuellen in der Bundesrepublik bis zur Abschaffung des Paragraphen 175 im Jahr 1994 und heutigen Formen der Ausgrenzung aufmerksam.

Zur Aktion gehört, dass das Pflaster rund um den Stolperstein von Karl Müller (1886-1942), der 1942 wegen "Verführung zur gleichgeschlechtlichen Unzucht" verhaftet und inhaftiert wurde und schließlich in der Haft starb, in Regenbogenfarben bemalt wurde. In diesem Rahmen kam die Regionalgruppe mit Passant*innen zur NS-Verfolgung und heutigen Diskriminierung sexueller Minderheiten ins Gespräch und informierte mit einem Flyer darüber. "Was hat das mit mir zu tun?" - fragt der Flyer und stellt zugleich die Lebengeschichte Karl Müllers ins Zentrum. 

 

 

Die Regionalgruppe lief auch mit dem bunten ASF-Banner auf der Christopher-Street-Parade mit und läutete so symbolisch das ASF-Jahresthema für 2020 und 2021 ein:

 

In den kommenden zwei Jahren legt Aktion Sühnezeichen den Fokus seiner Arbeit auf Geschlechtergerechtigkeit, Diskriminierung sexueller Minderheiten und die Verfolgung Homosexueller, sowohl im Nationalsozialismus als auch heute. Mit dem Jahresthema soll historischen und aktuellen Ereignissen ein Raum eröffnet werden, die normalerweise bei Diskussionen um und über die NS-Zeit nicht in der ersten Reihe stehen würden.

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