Presse | Presse | 17. Mai 2018

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste begeht 60-jähriges Bestehen in Berlin / Überlebender des Holocaust und Bundespräsident sprechen

Vom 25. bis 27. Mai 2018 feiert Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) mit Gästen aus dem In- und Ausland in einem Gottesdienst mit Festakt, einer Tagung zu historischen und politischen Themen und einem Ehemaligentreffen in Berlin ihr 60jähriges Bestehen. 16 Überlebende des Nationalsozialismus werden zu Gast sein und Zeitzeugengespräche führen.

 

Yehuda Bacon, Künstler und Überlebender des Holocaust, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie drei ehemalige Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste werden zum Festakt am 27. Mai 2018 im Französischen Dom sprechen. Zuvor findet ein Gottesdienst statt, die Predigt hält Dr. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Yehuda Bacon erklärt: „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste ist eine Organisation mit der Möglichkeit, sehr viel Gutes zu tun. Das ist die Bedeutung von pädagogischer Arbeit und das sind die zentralen Ziele von ASF: etwas Positives zu lernen und weiterzugeben. Zum 60. Geburtstag wünsche ich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, sich immer aufs Neue zu prüfen und den Sinn des Wortes Sühnezeichen noch tiefer, weiter zu verwirklichen. Denn ich fühle, dass daran noch nicht genug getan wurde.“

Dagmar Pruin und Jutta Weduwen, Geschäftsführerinnen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, erklären: „Wir sehen in Deutschland und in vielen anderen Ländern, dass Antisemitismus, Rechtspopulismus und Rassismus zunehmen und bis in die Mitte der Gesellschaften wirken. Damit verwoben sind geschichtsrevisionistische Positionen. Wir werden uns weiter für eine kritische und sensible Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik einsetzen. Es bleibt unsere Aufgabe, uns entschieden für Vielfalt, Demokratie und Frieden zu engagieren und menschenfeindlichen und ausgrenzenden Bewegungen immer wieder eine Kraft entgegen zu setzen.“


Neben dem Gottesdienst mit Festakt am Sonntag, 27.05.2018 im Französischen Dom am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte finden eine Tagung (25./26.05.2018) sowie ein Ehemaligen-Treffen (25.05.2018) in der Parochialkirche Klosterstraße 67, 10179 Berlin, statt.

Das gesamte Programm sowie aktuelle Infos unter www.asf-ev.de/jubilaeum


Seit ihrer Gründung 1958 engagiert sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste mit Freiwilligendiensten, Bildungsarbeit und Kampagnen gegen Antisemitismus, Rassismus und Geschichtsvergessenheit. In Freiwilligendiensten und Workcamps engagieren sich jedes Jahr mehrere hundert überwiegend junge Menschen in vielen Ländern Europas, den USA und Israel in Gedenkstätten, in der Begleitung von Überlebenden der Schoa und in der politischen Arbeit für eine inklusive, vielfältige Gesellschaft. Über 10.000 junge Menschen haben sich seit 1958 im Rahmen eines Friedensdienstes für Frieden und Verständigung, Menschenrechte und eine sensible Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Geschichte eingesetzt. Zu den Schwerpunkten des Vereins gehört auch die Auseinandersetzung mit der Vermittlung der NS-Geschichte im Einwanderungsland Deutschland.


Hinweise für die Redaktionen:

Für Pressevertreter ist eine Akkreditierung erforderlich. Wir bitten um Anmeldung bis Dienstag, 22.05.2018, 17 Uhr an Friederike Schmidt, schmidt[at]asf-ev.de, Tel.: 030 28 395 203 unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort und Medium/ Redaktion.
Der Einlass findet bis 9.15 Uhr statt.

 

 

 

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