Presse | 27. April 2018

Jetzt anmelden für ein Sommerlager

Ab sofort sind Anmeldungen für die Sommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste möglich. Engagierte Menschen können im Zeitraum von Mai bis September für ca. 2 Wochen an einem der 22 Sommerlager teilnehmen. Die Arbeit umfasst aktive Tätigkeiten, wie die Pflege von jüdischen Friedhöfen, das Instandhalten von Gedenkorten und Renovierungsarbeiten, als auch thematische Arbeit zur Geschichte der jeweiligen Orte. Wir bieten Sommerlager in 17 Ländern an, in Europa, Israel und den USA. Anmelden können sich alle Menschen ab 18 Jahren, in diesem Jahr gibt es vier Projekte ab 16 Jahren.

Das Programm ist sehr vielfältig und lädt alle Generationen zum Mitmachen ein. So können sich zum Beispiel junge Menschen zwischen 16 und 19 Jahren beim deutsch-israelischen Sommerlager in Berlin und Jerusalem mit dem Thema „70 Jahre Staat Israel“ beschäftigen. Familien sind eingeladen ehemaligen NS-Zwangsarbeiter*innen und KZ-Häftlingen in Brest (Belarus) mit Putzarbeiten zu helfen. In Czernowitz (Ukraine) leisten Freiwillige ab 40 Jahren Erhaltungsarbeiten auf dem jüdischen Friedhof und in Perm setzt sich eine internationale Gruppe mit politischer Repression und Kunst auseinander. Das deutsch-polnisch-israelische Begegnungsprojekt in Bialystok (nahe Warschau) für Freiwillige ab 18 Jahren wird Erinnerungskulturen diskutieren und den Erhalt des jüdischen Friedhofs unterstützen. Ob ab 16, 18 oder 40 Jahre: Die Sommerlager laden in zahlreiche Projekte in 17 Länder in Europe und über Europas Grenzen hinaus ein.

Das gesamte Sommerlager-Programm 2018 und das Anmeldeformular finden Sie hier: www.asf-ev.de/sommerlager

Seit 60 Jahren setzt sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste für eine kritische und sensible Auseinandersetzung mit den Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen ein. In Freiwilligendiensten und Workcamps engagieren sich jedes Jahr mehrere hundert überwiegend junge Menschen in vielen Ländern Europas, den USA und Israel in Gedenkstätten, in der Begleitung von Überlebenden der Schoa und in der politischen Arbeit für eine inklusive, vielfältige Gesellschaft.

Die Sommerlager-Arbeit begann 1962 mit Arbeitseinsätzen von Freiwilligen beim Enttrümmern zerstörter Kirchen in Magdeburg. Seitdem haben tausende junge und ältere Menschen in Ost- und Westeuropa, Israel und den USA in internationalen, intergenerativen oder inklusiven zwei- bis dreiwöchigen Sommerlagern beim Erhalt jüdischer Friedhöfe, bei der Renovierung von Wohnungen für ehemalige NS-Zwangsarbeiter*innen oder bei Arbeitseinsätzen an den Anlagen von NS-Gedenkstätten mitgewirkt.

Gerne vermitteln wir Kontakte zu aktuellen oder ehemaligen Teilnehmenden der Sommerlager und Menschen des Vereins. Hochwertiges Bildmaterial senden wir auf Wunsch zu.

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