27. Januar - Internationaler Holocaust-Gedenktag

Der 27. Januar ist der „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“, der Schoa-Gedenktag. In Predigt, Sündenbekenntnis und Fürbitte kann er in besonderer Weise Erwähnung finden. Impulse für Predigt und Liturgie sind im Folgenden gesammelt. Wer auf spezifische Aspekte dieses Gottesdienstes bereits im Gemeindebrief / in den Gemeindenachrichten hinweisen möchte, kann ebenfalls Anregungen entnehmen.

Wenn Sie sich gerne einen Überblick über die aktuellen Predigthilfen und die der letzten Jahre verschaffen möchten, geht es hier zu den Kurzversionen.

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Da sprach Gott zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß es nicht. (Gen 4,9)

Ausgewählte Beiträge aus der Predigthilfe zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und Passionszeit 2020

Was hat die Shoah mit mir heute noch zu tun?

Lukas Welz

Wie erinnern, 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz? - fragt Lukas Welz, Geschäftsführer von AMCHA Deutschland, einer humintären Hilfsorganisation für Überlebende der Shoah und ihre Nachkommen. Er kommt zu dem Schluss, dass, anstatt im öffentlichen Rahmen stetig das Ableben der Generation der Holocaust Überlebenden zu thematisieren oder sie zu einer homogenen moralischen Projektionsfläche zu machen, viel mehr auf die individuellen Bedürfnisse der vielen noch lebenden Zeitzeug*innen und ihrer Nachkommen eingegangen werden sollte.

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ASF und Griechenland

Thomas Heldt

Der Artikel von Thomas Heldt greift die Forschungs- und Erinnerungslücken in Bezug auf die deutschen Kriegsverbrechen und der Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Griechenland auf. Während der deutschen Besatzung Griechenlands 1941 bis 1944 wurde etwa ein Zehntel der griechischen Bevölkerung ermordet und hunderte Dörfer im Rahmen von willkürlichen Vergeltungsaktionen zerstört. ASF engagiert sich gegen das Vergessen dieser Ereignisse und für eine Anerkennung der deutschen Kriegsschuld, seit Januar 2019 unterstützen wir auch die Forderungen des Vereins "Respekt für Griechenland" zu "Deutscher Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland".

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Die Gewaltherrschaft des NS in Thessaloniki nach der Darstellung von Leon Saltiel

Lorenz Wilkens

Der Artikel von Lorenz Wilkens greift die Forschungen von Leon Saltiel auf, dessen Arbeiten zu den ersten zur Shoah in Griechenland gehören, die von einem griechischen Forscher verfasst worden sind. Von ihm herausgegebene Briefe griechischer Jüdinnen und Juden geben Einblicke in diese Zeit.

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Zu dem Brief von Nehama Kazes, geschrieben am 9. März 1943 aus Thessaloniki, an ihre beiden Söhne Maurice und Berto (nach Athen)

Lorenz Wilkens

"Was wir diese Woche ertragen müssen, kennt man sonst nur aus Geschichten oder dem Kino. Seit zwei Nächten sitzen wir angezogen auf den Betten und warten, dass jemand klopft, uns aufstehen lässt und abholt." (Nehama Katzes, 9. März 1943) - Am 6. Februar 1943 traf das Sonderkommando der Sicherheitspolizei für Judenangelegenheiten in Saloniki Ägäis mit den SS-Hauptsturmführern Dieter Wisliceny und Alois Brunner in Thessaloniki ein, nationalsozialistischen Maßnahmen der Ausgrenzung, Kennzeichnung und Ghettoisierung wurden daraufhin umgehend umgesetzt.

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Judenfeindschaft durch Kirchenmusik?

Peter von der Osten-Sacken

In seinen "Überlegungen zu Johannespassion und Johannesevangelium" setzt sich Peter von der Osten-Sacken mit der wunderschönen Musik und den gleichzeitig problematischen theologischen Vorstellungen in der Johannespassion von Johann Sebastian Bach auseinander.

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Jesus, Pilatus und die Juden im Johannesevangelium

Peter von der Osten-Sacken

In diesem Beitrag greift Peter von der Osten-Sacken die falsche antijüdische Darstellung von Pontius Pilatus als durch den Druck der Juden zur Hinrichtung Jesu Christi getriebene Figur auf, die im vierten Evangelium und der daran anschließenden Johannespassion von Johann Sebastian Bach zu finden ist.

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Vorurteile, Lügen und Missverständnisse verlernen: Judas – der Verräter und sein Lohn

Helmut Ruppel

Der Beitrag greift das Thema "Judaslohn"mit Judas als dem "Prototypen" des Verräters im Christentum auf, der sich über die Jahrhunderte geradezu zum "Bildungsgut" entwickelt hat. Denn nicht nur in der Bibel ist die Verbindung des Juden Judas mit hinterhältigem Verhalten zu finden, erst jüngst hatte der AfD-Politiker Stephan Brandner die Verleihung des Bundesverdienstkreuz an den Musiker Udo Lindenberg öffentlich als "Judaslohn" bezeichnet.

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Geldwirtschaft und Antisemitismus

Dietrich Neuhaus

Auch der Beitrag von Dietrich Neuhaus setzt sich tiefergehend mit dem antisemitischen Muster des geldgierigen Juden auseinander und zeichnet eine Kontinuität dieses Stereotyps von mittelalterlichen Bildwelten über die Entwicklung neuzeitlicher Geldwirtschaft bis ins 20. Jahrhundert im Kontext der Antisemitismusforschung und der kirchlichen Auseinandersetzung mit diesem Narrativ.

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