Credo-Texte /Glaubensbekenntnisse

Credo

Wir glauben an Gott, der die Liebe ist,
der die Welt allen Menschen geschenkt hat.
Wir glauben nicht an das Recht des Stärkeren, an die Stärke der Waffen,
die Macht der Unterdrückung.
Wir glauben an Jesus Christus, der gekommen ist, uns zu heilen.
Und uns aus allen tödlichen Abhängigkeiten befreit.
Wir glauben nicht, dass Kriege unvermeidlich sind, dass Friede unerreichbar ist.
Wir glauben an die Gemeinschaft der Heiligen,
die berufen ist, im Dienste der Menschheit zu stehen.
Wir glauben, dass Gott für die Welt eine Ordnung will,
die auf Gerechtigkeit und Liebe gründet,
und dass alle Männer und Frauen gleichberechtigte Menschen sind.
Wir glauben an Gottes Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde,
wo Gerechtigkeit und Friede kämpfen/sich küssen.
Wir glauben an die Liebe mit offenen Händen.        

Weltversammlung der Christen in Seoul 1990 „Bekenntnis zu Frieden und
Gerechtigkeit“


Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, der Liebe ist, den Schöpfer des Himmels und der Erden.
Ich glaube an Jesus, sein Mensch gewordenes Wort, den Messias der Bedrängten
und Unterdruckten, der das Reich Gottes verkündet hat und gekreuzigt wurde,
deswegen ausgeliefert wie wir der Vernichtung des Todes.
Aber am dritten Tage auferstanden, um weiterzuwirken für unsere Befreiung,
bis dass Gott alles in allem sein wird.
Ich glaube an den Heiligen Geist, der uns zu Mitstreitern,
zu Brüdern und Schwestern derer, die für Gerechtigkeit kämpfen und leiden.
Ich glaube an die Gemeinschaft der weltweiten Kirche,
an die Vergebung der Sunden,
an den Frieden auf Erden, für den zu arbeiten Sinn hat,
und an eine Erfüllung des Lebens über unser Leben hinaus.

Das „Glaubensbekenntnis“ des früheren Pfarrers am Großmünster in Bern/Schweiz,
Kurt Marti, entfaltet die drei Artikel auf die Fragen von Frieden und Gerechtigkeit
hin. Zum Nachdenken ist es auf dem Gottesdienstblatt abgedruckt.


Credo
Apostolicum

Ich glaube…
Wir sind nicht allein;
Wir leben in Gottes Welt.
Wir glauben an Gott,
der die Welt geschaffen hat
und in ihr wirksam ist,
um zu versöhnen und neu zu machen.
Wir vertrauen auf Gott,
der uns beruft, Kirche zu sein,
andere zu lieben und ihnen zu dienen,
Frieden zu suchen
und Bösem zu widerstehen,
Jesus zu verkünden,
den Gekreuzigten und Auferstandenen,
unseren Richter und unsere Hoffnung.
Im Leben, im Tod und im Leben
nach dem Tod ist Gott mit uns.
Wir sind nicht allein.
Dank sei Gott.

6. Vollversammlung des Ökum. Rates der Kirchen in Vancouver 1983,
in: Laudate omnes gentes 124


Friedensgebet

Möge heute überall Frieden sein
Möge heute überall Frieden sein.
Mögest du Gott vertrauen,
dass du genau dort bist,
wo du vorgesehen bist zu sein.
Mögest du dir der unendlichen
Möglichkeiten gewahr sein,
die durch den Glauben geboren werden.
Mögest du jene Geschenke
bedenken, die du erhalten hast
und die Liebe weiterleiten,
die dir gegeben wurde.
Mögest du in Zufriedenheit wissen,
dass du ein Kind Gottes bist.
Lass diese Gewissheit mit tiefen
Atemzügen bis in deine Knochen dringen
und dort ihren Platz finden
und erlaube deiner Seele die Freiheit
zu singen, zu tanzen, zu loben
und preisen und zu lieben.
All dies ist da für jeden und jede
von uns.

Theresa von Avila




Texte ohne Quellenangabe entstammen der Predigthilfen-Redaktion

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