Presse | Pressemitteilung | 04. Oktober 2018

Aktion Sühnezeichen: 50 Jahre Arbeit in den USA

Im Mai dieses Jahres konnte Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) unter Beteiligung des Bundespräsidenten und Überlebenden aus 13 Ländern in Berlin das 60 jährige Jubiläum feiern. In diesen Tagen feiert die Organisation das 50 jährige Jubiläum seiner Arbeit in den USA.

1968 begannen die ersten Freiwilligen ihren Dienst in den USA, zunächst mit den sogenannten Friedenskirchen, den Brethren, der United Church of Christ (UCC), den Mennoniten, und den Quäkern. Heute arbeiten jedes Jahr mehr als 20 Freiwillige mit Holocaustüberlebenden, in der politischen Bildung und mit sozial Benachteiligten.   

Vom 5-7. Oktober finden die Jubiläumfeierlichkeiten in New York statt, zu denen auch der Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Thomas Oppermann (SPD), sprechen wird, der ebenfalls Freiwilliger von Aktion Sühnezeichen in den USA gewesen ist. In verschiedene Workshops und Panel-Diskussionen werden sich ehemalige und aktuelle Freiwillige, Vertreter*innen von Partnerorganisationen und Gäste über die gegenwärtige und zukünftige Bedeutung von Aktion Sühnezeichen für die Zivilgesellschaf und  die transatlantischen Beziehungen austauschen.

Dr. Dagmar Pruin, Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen sagt anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten: „Die transatlantischen Beziehungen sind auf einem Tiefpunkt angelangt und wir erleben eine Gefährdung der Demokratie auf beiden Seiten des Atlantiks. Umso wichtiger sind in diesen Tagen die Anregungen der Zivilgesellschaft gerade auch in den transatlantischen Beziehungen.“

Hintergrund:
In den Freiwilligendiensten und Sommerlagern von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste engagieren sich jedes Jahr mehrere hundert überwiegend junge Menschen in Europa, den USA und Israel in Gedenkstätten, in der Begleitung von Überlebenden der Schoa, in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und sozial Benachteiligten und in der politischen Arbeit.

Das deutsch-amerikanisch-jüdische Begegnungsprogramm Germany Close up (American Jews Meet Modern Germany) vergibt Stipendien an junge nordamerikanische Jüdinnen und Juden, die für acht bis zwölf Tage nach Deutschland kommen, um sich ein Bild vom modernen Deutschland zu machen. Seit der Gründung 2007 hat Germany Close Up jedes Jahr 250 Teilnehmende in Deutschland begrüßen können, insgesamt jetzt mehr als 2300. Seit 2014 liegt die Trägerschaft bei Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Berlin, den 05.10.2018

Pressekontakt:
Lena Högemann, Pressesprecherin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
hoegemann@asf-ev.de
030 283 95 203
01511 777 69 53