Ich bekomme hier vor allem eins: Dankbarkeit und Freude

Gerade in dieser herausfordernden Zeit möchten wir die Erfahrungen unserer Freiwilligen mit Ihnen teilen und hoffen, dass solche bereichernden Begegnungen in naher Zukunft wieder ganz normal sind.

Pia mit Herrn J. beim Pilze sammeln Foto:privat

Denn die Verbreitung des Corona-Virus mit seinen Ausgangs- und Kontaktsperren gerade für Risikogruppen wirkt sich weitreichend auf die Arbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste aus. Nach der Aufforderung aller zuständigen Ministerien und des Auswärtigen Amtes haben wir schweren Herzens  und teilweise unter großen logistischen Herausforderungen am 17. März alle Freiwilligen nach Deutschland zurückgerufen.

Pia Schack (18 Jahre), ASF-Freiwillige in Tschechien, arbeitet im Collegium Bohemicum, das sich mit deutsch-tschechischen Beziehungen und Kulturerbe beschäftigt. Im Projekt ˇZivá pameˇt´ besucht sie regelmäßig ältere Menschen, um sie im Alltag zu unterstützen. Ihr Bericht wurde bereits vor wenigen Monaten aufgezeichnet.

„Ich hoffe, mit meinem Zuhören und, so gut wie es eben geht, zu Verstehen, zumindest ein bisschen zu helfen. Das Thema ist ein wichtiges, denn auch ich werde mit großer Wahrscheinlichkeit einmal alt sein. Altwerden, Krankheit und auch Sterben – keine schönen Dinge, mit denen man sich gerne beschäftigt. Aber auch sie gehören dazu und sind allgegenwärtig, wir Jüngeren können sie nicht einfach verdrängen, davon gehen sie nicht weg. Es gibt Wege, wie wir Einsamkeit im Alter und schwindende Lebenslust verringern können. Und sei es nur, dass wir die Menschen, die darunter leiden, nicht einfach übersehen und ignorieren. Aufmerksamkeit und Zeit sind wichtige Ressourcen, die jede und jeder von uns hat, es kostet uns nicht mal Geld, sie aufzubringen. Wie schön wäre es, wenn wir wieder mehr davon zusammen verbringen würden. Ich hoffe, ein wenig Mut aus diesem Jahr mitzunehmen – auch mal auf mir zunächst fremde Menschen zuzugehen und ihnen zuzuhören. Ich bekomme hier vor allem eins: Dankbarkeit und Freude, die in jedem Fall beidseitig ist!“

Die derzeitige Krise hat Auswirkungen auf die finanzielle Situation von ASF, da Zuschüsse wegbrechen, während viele Kosten weiterlaufen. Das bringt für die Arbeit von ASF – wie für uns alle – eine große Unsicherheit mit sich.

Wenn Sie in diesen verunsichernden Wochen und Monaten die Möglichkeit haben, uns mit Ihrer Spende zu unterstützen, sind wir Ihnen von Herzen dankbar. Wir möchten damit auch in Zukunft den Menschen helfen, die unsere Begleitung benötigen, auch und gerade in diesen schweren Zeiten.

Bitte bleiben oder werden Sie gesund!

Ihre

Jutta Weduwen und Dagmar Pruin

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Lesen Sie mehr zum Thema in unseren Predigthilfen. Dort finden Sie Materialien für die praktische Gemeindearbeit und weiterführende Texte zum christlich-jüdischen Dialog.

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Intergenerativ, multiperspektivisch und immer mit dem Fokus auf die Frage der Zivilgesellschaft ist unser Blick auf das Thema "Demokratie" in der 3. Ausgabe des zeichens, die eng verbunden ist mit der 2. Ausgabe zum Thema "Antisemitismus".

 

 

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