Besonders nach Halle? - ein Weihnachtsgruß von ASF

Foto: G. Abramski

Besonders nach Halle…  lauteten in den letzten Monaten viele politische Äußerungen, die sich auf den steigenden Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft beziehen. Der Anschlag am Jom Kippur in Halle hat uns erschüttert, vor allem auch, weil noch viel Schlimmeres hätte passieren können. In der Folge fühlen sich insbesondere Jüdinnen und Juden in Deutschland noch unsicherer.

Gleichwohl wissen wir, dass der Anschlag sich in die gesellschaftlichen Entwicklungen des zunehmenden Hasses, der Radikalisierung und der verrohten Menschenfeindlichkeit einreiht. Der Anschlag richtete sich gegen Jüdinnen und Juden, gegen Muslim*innen, gegen Antifaschist*innen, gegen Frauen – gegen Menschen die nicht in das Weltbild der extremen Rechten passen. Die Übergänge vom Rechtspopulismus, der sich in Parlamenten und auf der Straße breit macht, zum Rechtsextremismus sind fließend. In diesem Jahr ist die Zahl der Rechtsextremist*innen nach offiziellen Verlautbarungen um ein Drittel gestiegen, die Verquickungen mit rechtspopulistischen Gruppen und Politiker*innen sind öffentlich bekannt. Wir wollen uns davon nicht einschüchtern lassen, sondern weiterhin unsere Tatkraft, unsere Kreativität und unser gemeinsames Engagement für eine friedliche, solidarische und demokratische Welt einsetzen. Für eine Welt, die sich nicht hinter den eigenen Grenzen abschottet, sondern in der Schutzsuchende Zuflucht finden und in der Menschen sich in ihrer Verschiedenheit gleichberechtigt begegnen können, in der wir aneinander Interesse haben und uns unterstützen.

Wir freuen uns auf das gemeinsame Wirken mit Ihnen und Euch im nächsten Jahr.

Bitte bleiben Sie uns weiter verbunden und unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende. Unser gemeinsames Engagement ist dringend notwendig.

Wir wünschen im Namen unseres gesamten Teams ein frohes Weihnachtsfest.

Herzlich,

Jutta Weduwen und Dagmar Pruin

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