Termine | Seminar | 08. November 2018

1918 / 2018 – Studienreise und Seminar in Paris

8.-11. November 2018, Paris

Über Grenzen hinweg denken, Frieden denken – ein Konzept, das nicht aktueller und dringender sein könnte. Anlässlich der 100-Jahr-Feier des Endes des Ersten Weltkrieges, als »Grande Guerre« in der Erinnerungskultur vieler Länder verortet, gilt der Blick denjenigen, die unbeirrt und friedlich Widerstand geleistet haben. Frauen und Männer, die in großem und kleinem Rahmen für den Frieden eingestanden sind mit ihrer eigenen Waffe: dem Schreiben. Sie haben das Konzept der abgeschlossenen Nationalität in Frage gestellt und von einem offenen Europa geträumt. Sie haben neue Formen des Pazifismus gedacht.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. Frankreich lädt herzlich ein, sich in einem dreitägigen Seminar auf die Spuren von Pazifist*innen zu begeben, die während des Ersten Weltkriegs und der Zeit danach den Frieden nicht aus den Augen verloren haben. Paris als Knotenpunkt pazifistischer Strömungen und einem der kreativen Zentren der literarischen Tätigkeit stellt hierbei eine besondere Kulisse dar.

Ziel und Ausgangspunkt des dreitägigen Seminars ist es, sich mit dem Ersten Weltkrieg und seinen Auswirkungen zu beschäftigen, Schrifsteller*innen wie Stefan Zweig und Romain Rolland genauer in den Blick zu nehmen. Im Austausch mit Literatur- und Geschichtswissenschaftler*innen werden wir einige Biographien von Literaten und Literatinnen und ihr friedliches Engagement näher kennenlernen. In diesem Rahmen werden wir auch die Frage der verschiedenartigen Ausprägungen von Erinnerungskultur in einer französischen, österreichischen und deutschen Perspektive betrachten.

Französischkenntnisse sind keine Voraussetzung.

Leitung der Tagung: Camilla Brockmeyer, M.A. (Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. Frankreich)

Vorläufiges Programm

Beginn am 8. November 2018 um 14 Uhr 30
> Einführung und Begrüßung »100 Jahre Ende des ›großen‹ Krieges und Erinnerungskultur in Frankreich«
> Besuch des Invalidendoms
Konferenz »Das Ende des Krieges: Deutschland, Frankreich und Europa (1917-1923)«, organisiert durch das Deutschen Historische Institut
> Stefan Zweig, sein Werk und Engagement
Vortrag und Gespräch mit Prof. Stéphane Pesnel (Germanist, Université Sorbonne)
> Vortrag und Gespräch mit Cornelius Bellmann (Historiker)
F. W. Förster und deutsche Pazifist*innen in französischer Perspektive
> »Paris et la Grande Guerre«
ein Stadtspaziergang in den Straßen von Paris auf den Spuren des Ersten Weltkrieges
> Führung durch die Ausstellung »Dessiner la Paix/den Frieden zeichnen«
Ideen und Initiativen zum Thema Frieden zwischen 1918 und 2018 (in der Österreichischen Botschaft Paris)
> »Das lange Echo« (Edition Atelier, Wien 2014)
Lesung und Gespräch mit Elena Messer (Literaturwissenschaftlerin und Autorin, Marseille/Wien)
> Besuch der offiziellen Gedenkzeremonie an das 100-jährige Ende des Ersten Weltkrieges (voraussichtlich an der Notre Dame-Kirche)

Das Seminar endet am frühen Nachmittag des 11. November 2018.

Praktisches

Der Teilnahmebetrag umfasst alle Veranstaltungen, Frühstück und eine weitere Mahlzeit pro ganzen Seminartag sowie lokale Fahrtkosten innerhalb von Paris:

Übernachtung im zentral gelegenen Foyer le Pont (86 Rue de Gergovie, 75014 Paris)
Unterbringung im Einzelzimmer 280 EUR
Unterbringung im Doppelzimmer 230 EUR
Weitere Informationen zur Unterkunft: www.ekir.de/foyer/index.php
Die Anreise wird von den Teilnehmer*innen individuell organisiert und ist im Preis nicht enthalten.

Für Rückfragen, weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an:
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. (Le Comité d’ASF)
Camilla Brockmeyer 86 rue de Gergovie
brockmeyer@asf-ev.de F-75014 Paris
Tel.: 0033 (0)1 45 43 31 24 www.asf-ev.de

Es besteht die Möglichkeit, den Aufenthalt im Foyer le Pont privat zu verlängern. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte per Email an das Foyer le Pont: le-pontparis[at]wanadoo.fr15

Veranstaltung in Kooperation mit dem Österreichischen Kulturforum

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