Termine | Ausstellung | 15. Juli 2017

"Martin Luther und das Judentum - Rückblick und Aufbruch"

Die Wanderausstellung "Martin Luther und das Judentum - Rückblick und Aufbruch" zeigt das Verhältnis von Martin Luther zum Judentum sowie die Haltung der Kirchen zum Judentum. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz erarbeitete und organisierte das Projekt gemeinsam mit dem jüdischen Touro-College Berlin.

"Anfangs war der Reformator ungewöhnlich aufgeschlossen gegenüber Juden, später aber bezog er eine unsägliche Stellung", sagt Prof. Dr. Peter von der Osten-Sacken, einer der Autoren der Ausstellung. So hatten Luthers antijüdische Schriften noch zu Lebzeiten und dann bis in das 18. Jahrhundert politische Auswirkungen. Im 19. Jahrhundert sind sie wiederum von antisemitischen Kreisen aufgegriffen worden, die Widerhall unter Christen und Theologen fanden. Im 20. Jahrhundert sind die Schriften von deutsch-christlichen Autoren nachgedruckt und zur Rechtfertigung ihrer antisemitischen Kirchenpolitik benutzt worden. Auf 17 Schautafeln zeigt die Ausstellung die jeweils christliche und jüdische Perspektive, um ein differenziertes Bild Luthers zu zeichnen und dessen Judenfeindschaft in einen historischen und theologischen Zusammenhang zu stellen.

Die Ausstellung wird vom 15.-29. Juli 2017 in der Evangelischen Akademie in Wittenberg zu sehen sein. Sie wurde neben Prof. Dr. Peter von der Osten-Sacken und Dr. Bernd Krebs unter anderem kuratiert von Helmut Ruppel und Ingrid Schmidt, Redakteur*innen der ASF-Predigthilfe.

Wann? 15.-29. Juli 2017

Wo? Evangelische Akademie in Wittenberg