Inklusion

Zwei Themen binden wir in diesem Heft zusammen, die für uns untrennbar zusammengehören. Zum einen die Geschichte der sogenannten »Euthanasie« in der Zeit des Nationalsozialismus, als durch die und im Umfeld der Aktion T4 mehr als 300.000 Menschen ermordet wurden. Menschen mit körperlichen, geistigen
oder seelischen Beeinträchtigungen, denen aufgrund von »rassenhygienischen« Vorstellungen, aber auch wirtschaftlichen Erwägungen das Recht auf Leben abgesprochen wurde. Und zum anderen das Thema, vielmehr die Frage, wie und wo Inklusion, also die gemeinsame Teilhabe aller an der Gesellschaft, gelingen kann.

In »Wohin bringt Ihr uns?« schreibt Robert Parzer über die NS-»Euthanasie« und die schwere Geschichte des Gedenkens an ihre Opfer. Maritt Merfort, ehemalige ASF-Freiwillige in einer Lebensgemeinschaft für Menschen mit Behinderung im norwegischen Granly, reflektiert ihren eigenen Lernprozess zum Thema Inklusion und Inklusion in ihrem Freiwilligenprojekt. Zudem führten wir ein Interview mit Michael Wunder, dem Leiter des Beratungszentrums der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg, einer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung.

Das gedruckte zeichen finden Sie in der rechten Spalte zum Download. Eine kleine Auswahl der Artikel finden Sie, wenn Sie den Links weiter unten folgen.

»Wohin bringt ihr uns?«

von Robert Parzer

Zahllose Menschen waren mehr oder weniger direkt von der NS-»Euthanasie« betroffen. Das Nicht-wissen-Wollen begünstigte die Verbrechen. Eine Geschichte von Vergessen, Erinnern und Gedenken – bis heute.

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Ein Lernprozess zum Thema Inklusion

von Maritt Merfort

»Respekt, dass du dich das traust mit so behinderten Menschen! Ich könnte das ja nicht«, sagte eine Bekannte zu mir. Im Sommer 2005 begann ich meinen Freiwilligendienst. In Granly – einer Lebensgemeinschaft für Menschen mit Behinderung in Süd-Norwegen.

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Verschiedenheit ist die Basis gesellschaftlicher Entwicklung

Interview mit Michael Wunder

Dr. phil. Michael Wunder leitet das Beratungszentrum der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg, einer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung. Er ist Autor zahlreicher Beiträge zur Medizin im Nationalsozialismus, Behindertenhilfe, Biomedizin und Bioethik. Außerdem ist er Teil des Kuratoriums von ASF. Ein Interview

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