"Ganz normale Deutsche"
Täterschaft im Nationalsozialismus

In diesem Schwerpunkt beschäftigen wir uns mit Täterschaft im Nationalsozialismus. Kein leichtes Thema und gleichzeitig eines, das uns gerade in diesen Tagen besonders am Herzen liegt. In diesen Wochen jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 70. Mal, ebenso die Befreiung der Konzentrationslager durch die Alliierten.

Wenn man von Zeitzeug_innen des Nationalsozialismus spricht, dann verstehen wir in den meisten Fällen darunter Menschen, die zwischen 1933 und 1945 verfolgt worden sind. Wir verstehen darunter nur selten diejenigen, die für ihre Leiden verantwortlich waren. Die Täterinnen und Täter, die eine führende Rolle in dem Unrechtsstaat einnahmen, aber auch diejenigen die „einfach“ nur daneben gestanden haben, als ihren Nachbar_innen Unrecht widerfuhr. Die ganz normalen Deutschen.

Wo beginnt Täterschaft? Wie können wir an „Täterorten“ wie der Topographie des Terrors angemessen erinnern? Und nicht zuletzt: Was heißt das Tun oder gerade Nicht-Tun, sondern Untätig-daneben-Stehen für uns als Nachgeborene? Zum Nachdenken über diese und andere Fragen möchten wir Sie und Euch auf den nächsten Seiten einladen.

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Orte der Täter

„Nur wer sich mit den Tätern auseinandersetzt, kann eine Wiederholung verhindern.“ Über die Bedeutung von Täterorten in Deutschland. Ein Gespräch mit Dr. Thomas Lutz vom Erinnerungsort "Topografie des Terrors"

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Die Frage der Schuld

Über den Beginn von Täterschaft im Nationalsozialismus - ein Essay.

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Meine Großeltern, die Nazis?

Opfer, Mitläufer oder Täter? Moritz Pfeiffer, Autor des Buches „Mein Großvater im Krieg“, ging der NS-Vergangenheit seiner Großeltern auf den Grund. Über das Ergebnis seiner Recherche hätte er gern mit ihnen gesprochen.

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Menschen wie wir

Hadar Braun kommt aus Israel und ist Freiwillige im „Haus der Wannseekonferenz“. Nirgendwo sonst wird sie so sehr mit ihrer jüdischen Identität konfrontiert wie an diesem „Ort der Täter“.

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