Wir suchen ab 1. September 2021 ein*n Freiwillige*n für Frankreich im Centre Européen du Résistant Déporté –Struthof - Ancien Camp de Concentration Natzweiler (Bewerbungsschluss ist der 17. Mai 2021) sowie eine*n Freiwilligen im Heilpädagogischen Zentrum in Moskau (Bewerbungsschluss 18. Mai)

Die Gedenkstätte Struthof, die das Centre européen du résistant déporté beherbergt, liegt 55 Kilometer von Straßburg entfernt und dient der Erinnerung an die deportierten Widerstandskämpfer*innen, von denen viele im Lager Natzweiler ermordet wurden.

Schwerpunktmäßig arbeitet das CERD – Struthof im pädagogischen Bereich mit schulischen Einrichtungen. Es empfängt jährlich mehr als 100.000 Schüler*innen - davon sind viele deutschsprachig - und hat ein breit gefächertes Angebot von Workshops, Ateliers, didaktischen Lehrwerken und sonstigen pädagogischen Veranstaltungen.

Aufgaben der ASF-Freiwilligen:

Der*die Freiwillige wird in erster Linie deutschsprachige (Schüler*innen)- Gruppen empfangen und Führungen auf dem Gelände des ehemaligen Lagers sowie im Museumsbereich geben.

Außerdem wird der*die Freiwillige das Team, das aus Hauptamtlichen und vielen Ehrenamtlichen besteht, in allen Bereichen unterstützen. Dazu zählen Tätigkeiten in der Administration (Mailings, Postversand, Kopier- und Schreibarbeit), Unterstützung in der Aufbereitung von pädagogischen Materialien und der Installation neuer Ausstellungen. Auch die Kontaktaufnahme zu Einrichtungen und Schulen in Deutschland kann ein Aufgabenfeld des*der Freiwilligen sein.

Voraussetzungen für den*die Freiwillige*n

  • Auto-Führerschein
  • Französischkenntnisse (mindestens B1)
  • belastbar sein, um an einem Ort des Verbrechens arbeiten zu können
  • eigenverantwortlich und selbständig arbeiten können
  • Lust auf die Arbeit im Team mit Ehrenamtlichen
  • Geduldig sein, um administrative Tätigkeiten zu erledigen
  • Lust haben, in einer ländlichen Region zu leben 

Bei Interesse für diese Stelle melde dich gerne bei Anna Stocker: stocker[at]asf-ev.de

 

Freiwilligenstelle im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) / Moskau

Projektbereich: Arbeit mit Kindern mit Behinderungen oder psychischen Krankheiten

Kurzbeschreibung des Partners:

Das Heilpädagogische Zentrum wurde 1989 von einer Gruppe von Ärzten und Eltern gegründet, die nach entmutigenden Erfahrungen in staatlichen Internaten beschlossen, eine Einrichtung zu gründen, die darauf bedacht ist, behinderten Kindern ein würdiges Leben inmitten der Gesellschaft zu ermöglichen.  Das Zentrum arbeitet mit Kindern, die alle sehr unterschiedliche Behinderungen aufweisen: Kinder mit Autismus, Sprachstörungen, intellektuelle Entwicklungsstörungen, Kinderlähmung, genetischen Syndromen und Neurosen. Kinder mit Verhaltens- und emotionalen Problemen sowie Lernschwierigkeiten bekommen individuelle Therapie- und Schulungsangebote und die Möglichkeit in besonderen Werkstätten zu arbeiten. Mehr als 200 Kinder im Alter von 3 bis 18 Jahren besuchen das Zentrum zu individueller und Gruppentherapie, weitere 150 Kinder kommen in das Zentrum zu Beratungen. Im Zentrum arbeiten etwa 60 Vollzeitkräfte: Lehrer, Therapeuten, Logopäden, Psychologen, Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Masseure, Musik-, Kunst- und Spiel-Therapeuten etc. Außerdem begleitet das HPZ Erwachsene, die in Werkstätten tätig sind. Seit einiger Zeit existiert auch ein betreutes Wohnprojekt. 

Aufgaben der ASF-Freiwilligen:

Normalerweise werden 6 bis 8 Kinder in einer Gruppe betreut. Jedem von ihnen steht ein Betreuer zur Seite. Die Freiwilligen finden sich in diese Struktur ein und erhalten wie jedes andere Teammitglied Kinder, denen sie persönlich beistehen. Dabei ist es ihre Aufgabe mit den Kindern zu spielen, malen, musizieren oder sich kreativ andere Aktivitäten auszudenken - in Abhängigkeit von den jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Kinder. Je nach Gruppenzuteilung ist auch eine Einbindung die Arbeit der Keramikwerkstatt denkbar. Außerdem sind die Sommerfreizeiten vom HPZ fester Bestandteil des Freiwilligendienstes und beinhalten, abgesehen von der Begleitung des Lagers im Sommer, gelegentlich auch die Hilfe bei der Instandhaltung der Anlage (im Herbst und im Frühjahr). 

Erwartungen und Anforderungen an die Freiwilligen:

  • Erste Sprachkenntnisse oder Bereitschaft die Sprache vor dem Freiwilligendienst zu lernen·
  • Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit·
  • Teilnahme an wöchentlichen Besprechungen·
  • einmal pro Woche Einbringen beim Küchendienst·
  • Vorbereitung und Begleitung eines Sommerlagers

Informationen zum Projektort:

Moskau ist mit offiziell über 12 Millionen Einwohnern nicht nur die Hauptstadt Russlands, sondern auch die größte Stadt in Europa. Die täglich zu überwindenden Entfernungen sind dementsprechend groß. Von den schier unzähligen Sehenswürdigkeiten sind der Kreml, die Altstadt, die Einkaufsstraße Arbat, die Basilius-Kathedrale, das Bolschoi Theater und die Christ-Erlöser-Kathedrale besonders hervorzuheben. Die Freiwilligen wohnen zur Untermiete, die Mietkosten werden von ASF übernommen.Besonderheiten:Im Rahmen des Visaverfahrens, ist es erforderlich, dass die Russland-Freiwilligen alle drei Monate ausreisen um ein neues Visum zu beantragen. Diese Prozedur erfordert eine gute Zusammenarbeit mit dem ASF Büro in Berlin.

Bei Interesse für diese Stelle melde dich gerne so schnell wie möglich bei Alexandra Gurkova: gurkova[at]asf-ev.de 

  • Gefördert vom:
  • im Rahmen des Bundesprogramm
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