Alle Fragen zum Freiwilligendienst

Freiwilligendienst & Friedensdienst mit ASF im Ausland: Wichtige Fragen im Überblick

Freiwilligendienst & Friedensdienst mit ASF im Ausland: Wichtige Fragen im Überblick

Du wirst mit ASF einen Friedensdienst leisten. Das wird dir Einblicke in ganz neue Welten und viele neue Kontakte und Freundschaften ermöglichen du wirst staunen, was du alles verändern kannst – und wie du dich selbst verändern wirst.

Der ASF-Friedensdienst zielt nicht nur auf die persönliche Entwicklung der Freiwilligen ab. Im Zentrum stehen die Partner und Menschen, mit denen du leben und arbeiten wirst. Du wirst einen „Dienst“ leisten und dabei anderen „dienen“, ihre Lebenssituation zu verbessern, schmerzhafte Erinnerungen zu heilen und ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu verbreiten.

ASF wird dich bei vielen praktischen Fragen unterstützen und begleiten. Wir verstehen uns jedoch nicht als Agentur, die alles für die Freiwilligen regelt. Wir verstehen uns als lernende Organisation, wollen im Austausch mit dir und den anderen Freiwilligen sein und an deinen Erfahrungen Anteil nehmen. Wir sind mit vielen Projektpartnern langjährig im Kontakt und wollen das auch nach deinem Dienst bleiben. Dein Friedensdienst realisiert sich in diesem Dreieck – zwischen dir als Freiwilliger_m – den Menschen in deinem Projekt – und den Menschen bei ASF.

Wir freuen uns auf dein Mittun und dein Engagement!
Wir wünschen dir viel Erfolg und Freude bei den Vorbereitungen!

Dein ASF-Team

Wir haben FAQ - häufig gestellte Fragen - in drei Kategorien gesammelt:

  • Allgemein
  • Zum Bewerbungsverfahren
  • Zum Freiwilligensdienst

FAQ: Allgemein

1. Welche Länder habt ihr im Programm?
2. Habt ihr Südamerika, Afrika oder Asien im Programm?
3. Wie viele Projektplätze gibt es in einem Land?
4. Wie lange dauert ein Dienst?
5. Gibt es eine Altersbeschränkung?
6. Begleitung im Land


1. Welche Länder habt Ihr im Programm?

Wir bieten für Freiwillige aus Deutschland Projekte in 13 Ländern an: Belarus, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Niederlande, Norwegen, Polen, Tschechien, Russland, Ukraine und USA.

Für Freiwillige aus Polen bieten wir Projekte in Großbritannien und Deutschland an.
Für Freiwillige aus der Ukraine bieten wir Projekte in Deutschland und Polen an.
Für Freiwillige aus anderen Ländern bieten wir Projekte in Deutschland an.

2. Habt Ihr Südamerika, Afrika oder Südostasien im Programm?

Nein.

3. Wie viele Projektplätze gibt es in einem Land?

Wir entsenden jeweils ca. 24 Freiwillige jährlich in die USA und nach Israel, je 15-18 Freiwillige nach Frankreich, in die Niederlande, nach Norwegen und nach Polen, je 12-14 Freiwillige nach Belgien, Tschechien und Großbritannien; je 6-8 Freiwillige nach Russland und in die Ukraine, und 3-5 Freiwillige nach Belarus. In Großbritannien sind ca. 14 polnische und deutsche Freiwillige, und in Polen ca. 16 ukrainische und deutsche Freiwillige in sogenannten "trilateralen Programmen" aktiv. In Deutschland sind ca. 18-20 Freiwillige aus all unseren Partnerländern (inkl. Deutschland) tätig.

4. Wie lange dauert ein Dienst?

Die Dienste dauern in der Regel 12 Monate.

5. Gibt es für den Freiwilligendienst bei ASF eine Altersbeschränkung?

Ja, es gibt sie nach unten: Das Mindestalter für einen freiwilligen Friedensdienst beträgt 18 Jahre. Auch wenn sich das Angebot unseres Friedensdienstes in erster Linie an Menschen zwischen 18 und 28 Jahren richtet, sind wir offen für die Zusammenarbeit mit Älteren.

6. Gibt es eine Begleitung von ASF im Land?

Ja. Die Landesbeauftragten von ASF in den Ländern sind für die direkte Begleitung der Freiwilligen zuständig, regeln also die (politischen und bürokratischen) Voraussetzungen ihrer Arbeit, garantieren die Kontinuität der Beziehungen zu allen Partnerorganisationen und unterstützen den Lernprozess jedes einzelnen Freiwilligen durch regelmäßige Auswertungsgespräche und die Durchführung von bi- oder trilateralen Länderseminaren zu den Themen Identitäten, Erinnerungen und Engagement. Daneben gibt es im Berliner ASF-Büro pädagogische Referent_innen, die für die Auswahl der Freiwilligen und für die Vorbreitung und Nachbereitung verantwortlich sind.

FAQ: Zum Bewerbungsverfahren

7. Wie kann ich mich bewerben?
8. Wann ist Bewerbungsschluss?
9. Was gehört alles zu einer Bewerbung?
10. Kann ich mich nur für ein Projekt bzw. ein Land bewerben?
11. Wie viele Bewerber_innen bewerben sich auf wie viele Plätze?
12. Nach welche Kriterien werden die Freiwilligen ausgewählt?
13. Kann ich mich auch bewerben, wenn ich einen Assistenzbedarf habe?
14. Wer kann die Referenzen schreiben?
15. Ist es schlimm, wenn die Referenzen einzeln kommen?
16. Muss man die Sprache des jeweiligen Landes schon vor dem Dienst sprechen können?
17. Was passiert, nachdem meine Bewerbung bei ASF eingegangen ist?
18. Wann erfahre ich, ob ich angenommen wurde?

7. Wie kann man sich bei Euch bewerben?

Du kannst die Bewerbungsunterlagen auf unserer Webseite herunterladen. Bewerber_innen aus anderen Ländern wenden sich an die Länderbüros.

8. Wann ist Bewerbungsschluss?

Interessierte können sich in der Regel jeweils bis zum 01. November eines Jahres für einen Dienstbeginn am 01. September des nächsten Jahres bewerben.

9. Was gehört in eine Bewerbung?

Auf der Seite zu unserem Bewerbungsverfahren findest du eine genaue Aufstellung, was wir alles von dir benötigen, wenn du dich bei uns für einen Freiwilligendienst bewirbst.

Falls du dich aus einem anderen Land als Deutschland für den Freiwilligendienst bewerben möchtest, findest du die Informationen hier.

10. Kann ich mich nur für ein Projekt bzw. ein Land bewerben?

Für ein Projekt nein, für ein Land eher. Wir versuchen nach Möglichkeit, deine Wünsche zu berücksichtigen. Trotzdem erwarten wir von den Bewerber_innen eine gewisse Flexibilität, was die Länder- und/oder Projektbereichswünsche angeht.

11. Wie viele Bewerber_innen bewerben sich auf wie viele Plätze?

Das ist sehr unterschiedlich und sehr schwer vorauszusagen. Wir versuchen möglichst alle, die sich beworben haben, zu einem Info- und Auswahlseminar bzw. zu einem Gespräch einzuladen. Oft können wir Bewerber_innen, die ihre Unterlagen zu spät einreichen, nicht berücksichtigen, deswegen ist ein Einhalten der Bewerbungsfristen besonders wichtig.

12. Nach welchen Kriterien werden die Freiwilligen ausgewählt?

Zum einen stellt sich die Frage, ob wir die Projektbereichs- und Länderwünsche der Bewerber_innen erfüllen können (für manche Projektbereichs- oder Länderwünsche ist die Nachfrage höher als unser Angebot). Dann gibt es für manche Länder und Projektbereiche besondere Fähigkeiten, die Vorrausetzung für einen Dienst sind. Außerdem achten wir auf die allgemeinen Fähigkeiten, die für einen Freiwilligendienst bei ASF wichtig sind, z.B. Neugierde, Fähigkeit sich auf Neues einzulassen, Humor und Engagement für eine gerechtere und friedvollere Welt.

13. Kann ich mich auch bewerben, wenn ich einen Assistenzbedarf habe?

Ein Freiwilligendienst mit ASF soll FÜR ALLE möglich sein. Deswegen freuen wir uns sehr, wenn sich auch Menschen bei ASF bewerben, die einen Assistenzbedarf haben. Wenn du also einen Freiwilligendienst machen willst, dir aber unsicher bist, weil du beispielsweise Rollstuhlfahrer_in bist, gehörlos bist, oder auf andere Art und Weise auf Assistenz angewiesen bist, dannn ruf uns gerne an oder schreib uns eine Mail und wir beraten dich, inwiefern ein Freiwilligendienst mit Unterstützung möglich ist. Wir versuchen dann gemeinsam, einen Projektpartner im Ausland zu finden, der zu dir passt. Bitte kontaktiere dafür Eike Stegen, Tel.: +49 (0)30 28395-217 E-Mail: stegen [at] asf-ev.de

14. Wer kann die Referenzen schreiben?

Die Referenzen kann jede_r schreiben, der_die dich lange und gut kennt, und der bereit ist, etwas über dich mitzuteilen (z.B. Kolleg_innen, Lehrer_innen, Trainer_innen, Pfarrer_innen, Freund_innen). Es sollten mehrere sein, damit wir ein umfangreicheres Bild von dir bekommen, deswegen solltest du versuchen, Personen aus unterschiedlichen Bereichen anzusprechen! Die Referenzen sind Grundlage für weitere Gespräche mit dir und werden von uns vertraulich behandelt.

15. Ist es schlimm, wenn die Referenzen einzeln ankommen?

Nein, sie werden dann deiner Bewerbung zugeordnet. Das sichert den Ausstellern der Referenzen sogar die versprochene Vertraulichkeit.

16. Muss man die Sprache des jeweiligen Landes schon vor dem Dienst sprechen können oder werden Sprachkurse angeboten?

Das ist sehr unterschiedlich. Für einen Dienst in französisch- oder englischsprachigen Ländern und in Deutschland werden Sprachkenntnisse vorausgesetzt. Für alle anderen Länder sollten schon vor dem Dienst Kenntnisse der jeweiligen Sprache in Ansätzen angeeignet werden, teils mit Unterstützung von ASF. Genauere Informationen findest du hier.

17. Was passiert, nachdem meine Bewerbung bei ASF eingegangen ist?

Wenn deine Bewerbung vollständig bei uns eingegangen ist, können wir dich zu einem mehrtägigen Info- und Auswahlseminar einladen (in unseren Partnerländern zu einem Interview im lokalen ASF-Länderbüro). Hier informieren wir über ASF, ihre Grundlagen und Ziele sowie über die Bedingungen eines Friedensdienstes mit ASF. In Gruppen- und Einzelgesprächen wollen wir gemeinsam mit euch feststellen, ob wir die „richtige“ Organisation für euch sind und ob die beiderseitigen Wünsche und Erwartungen soweit übereinstimmen, dass eine Zusammenarbeit möglich ist.

18. Wann erfahre ich, ob ich angenommen wurde?

Wenn nach dem Info- und Auswahlseminar die Entscheidung für eine Zusammenarbeit getroffen wird, erhalten die künftigen Freiwilligen einen Entsendungsvertrag. Dieser Vertrag muss innerhalb von einer Woche unterschrieben an ASF zurückgeschickt werden.

FAQ: Zum Freiwilligendienst

19. Bargeld bei Ausreise
20. Erste Hilfe Kurs

21. Gedenkstättenfahrt
22. Impfungen
23. Kindergeld
24. Konto
25. Patenkreis
26. Praktikum
27. Referent_innen im Berliner Büro
28. Reisekosten
29. Reisegepäck
30. Schlafsack
31. Solidaritätsbeitrag
32. Sprachqualifikation
33. Standards im Land
34. Unterkunft
35. Urlaub
36. Versicherungen
37. Visum

19. Bargeld bei Ausreise

Wir empfehlen dir, mit etwas Geld in der Tasche loszureisen. Wir empfehlen aber, nicht zu viel Bargeld in der Tasche zu haben, maximal 100 EUR.

Oft bekommen die Freiwilligen ihr erstes Taschengeld erst nach Ankunft im Projekt. Das Taschengeld reicht für den Alltag. Auf manche Dinge, die du von zu Hause gewohnt bist, wirst du verzichten müssen. Z.B. können in den meisten Ländern vom Taschengeld keine großen Reisen finanziert werden. Falls du mehr Geld mitnehmen willst, empfehlen wir Girocards, Kreditkarten oder Traveller Checks.

20. Erste-Hilfe-Kurs

Bitte absolviere möglichst (falls noch nicht geschehen, z.B. bei der Schulung für den Führerschein) einen Erste-Hilfe-Kurs vor Dienstbeginn!

21. Gedenkstättenfahrt

ASF bietet zur Vorbereitung auf den Friedensdienst zwei Gedenkstättenfahrten nach Polen an, in die Gedenkstätten Auschwitz und Majdanek. Neben einer intensiven inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte des NS bieten diese Fahrten eine gute Gelegenheit, andere zukünftige Freiwillige kennen zu lernen. Jede Gedenkstättenfahrt dauert sieben Tage. An den Fahrten nehmen maximal 25 Personen teil. Die Anreise erfolgt individuell. Vor Ort werden die Teilnehmenden durch die Studienleiterin der Internationalen Begegnungsstätte Auschwitz und aktuelle Freiwillige begleitet. Die Teilnehmenden wohnen in Jugendbegeg­nungsstätten oder in einfachen Hotels. Die Unterbringung in Mehrbettzimmern ist dabei die Regel.

Alle Informationen zur Planung und Finanzierung der Gedenkstättenfahrt findest du in deinen Vertragsunterlagen.

ASF bemüht sich, ausreichend Plätze anzubieten. Alternativ zu diesen Gedenkstättenfahrten kannst du dich auch für ein ASF-Sommerlager in einer Gedenkstätte oder zur Internationalen Jugendbegegnung (IJB) in Dachau anmelden.

ASF-Ansprechpartner für Gedenkstättenfahrten sind:

  • in Berlin: Thomas Heldt, heldt[at]asf-ev.de, 030-28395-176 (Referent für Freiwilligenarbeit)
  • in Oświęcim: Judith Hoehne-Krawczyk, hoehne[at]@mdsm.pl, 0048-609 985 303 (Studienleiterin in der IJBS)

22. Impfungen

Das Auswärtige Amt empfiehlt für Auslandsaufenthalte Standardimpfungen gemäß dem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts. Dazu zählen für Erwachsene Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), eventuell auch gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung), Masern, Mumps, Röteln. Menschen über 60 wird zudem Impfschutz gegen Influenza und Pneumokokken empfohlen. Darüber hinaus empfiehlt das Auswärtige Amt für bestimmte Regionen der Welt zusätzlichen Impfschutz. Du findest die Empfehlungen für dein Gastland hier (Land auswählen, dann -> Medizinische Hinweise).

Standardimpfungen werden von den Krankenkassen getragen. Bitte stelle sicher, dass du dich rechtzeitig VOR Dienstbeginn impfen lässt, um dir zusätzliche Kosten zu ersparen. Deine Auslandskrankenversicherung in der Dienstzeit trägt keine Impfkosten! Zusatzimpfungen können je nach Krankenkasse kostenpflichtig sein. Du erhältst von ASF zwei Geleitbriefe mit Bitte um Kostenübernahme an deine Krankenkasse und an deine_n behandelnde_n Arzt_Ärztin. Bitte lies dazu auch das Merkblatt in deinen Vertragsunterlagen!

Im Fall, dass Kosten für empfohlene Impfungen für dich eine untragbare Belastung darstellen, setze dich mit der_m für dich zuständigen Referent_in in Verbindung und lass dich beraten.

23. Kindergeld

Die meisten ASF-Freiwilligen leisten ihren Friedensdienst im Rahmen des „Internationalen Jugendfreiwilligendienstes“ (IJFD) oder im Rahmen von Erasmus+ als „Europäischen Freiwilligendienst“ (EFD / EVS). In diesen gesetzlich geregelten Diensten haben sie Anspruch auf Kindergeld. Freiwillige, die nicht an einem dieser Förderprogramme teilnehmen können, haben leider keinen Rechtsanspruch darauf. ASF empfiehlt jedoch ungeachtet dessen die Beantragung von Kindergeld bei den zuständigen Ämtern. In den meisten Fällen wurden diese Anträge bislang positiv entschieden.

24. Konto

Wir empfehlen allen Freiwilligen die Einrichtung eines Giro-Kontos in Deutschland. Dieses Konto benötigst du zur Kostenabwicklung mit der Auslandskrankenversicherung. Wir empfehlen dir, auf diesem Konto eine kleine Summe zu deponieren, falls du bei Arztbesuchen in Vorleistung gehen musst (200-300 Euro). Die Abrechnung mit der Versicherung dauert durchschnittlich zwei Wochen. Besorg dir rechtzeitig eine Girocard, mit der du auch im Ausland Geld abheben kannst. Alternativen sind (meist kostenpflichtige) Kreditkarten.

Frag deine Bank, ob beim Abheben im Ausland Gebühren anfallen! Das ist von Bank zu Bank verschieden. Tipp: DKB-Cash --- Politisch viel besser, aber nicht kostenlos: GLS Gemeinschaftsbank.

Wir empfehlen dir auch, dass du dich zum Online-Banking bei deiner Bank anmeldest. So hast du überall die Möglichkeit, Überweisungen zu machen und behältst den Überblick.

In einigen Ländern erhalten Freiwillige ihr Taschengeld von ASF Berlin auf ein deutsches Giro-Konto. Das betrifft vor allem Freiwillige in Belarus, Russland und Ukraine. Nähere Informationen erhältst du von deiner zuständigen Referentin.

In einigen Ländern eröffnen die Freiwilligen ein Konto vor Ort, auf welches ihr Taschengeld überwiesen wird. In manchen Projekten bekommst du Vollverpflegung -  und dein Taschengeld wird bar ausgezahlt. Dann ist kein extra Konto nötig. Nähere Informationen erhältst du auf den Orientierungstagen zu Dienstbeginn.

25. Patenkreis

Was leisten die Paten?

Vor ihrer Ausreise suchen die Freiwilligen mindestens 15 Personen , die ASF für die Dauer ihres Dienstes mit monatlich 15,- Euro unterstützen. Die Spenden der Paten decken einen Teil der Kosten, die ASF für jede_n Freiwillige_n entstehen. Ein Friedensdienst kostet durchschnittlich 1.300,- Euro monatlich. 225,- Euro werden durch Paten-Spenden gedeckt.

Wer sind die Paten?

Eine Patenschaft für deinen Friedensdienst können übernehmen: Verwandte, Freund_innen, Bekannte, Lehrer_innen, Leute aus deiner Kirchengemeinde, Leute aus deinem Sportverein, auch Lokalpolitiker_innen, Vertreter_innen ortsansässige Firmen, …

Wie findest du deine Paten?

In dem Ratgeber zur Patensuche sind hilfreiche Hinweise zu finden. Darüber hinaus können dir die Referent_innen im Berliner ASF-Büro und ehemalige Freiwillige Tipps und Hinweise geben. Bei Fragen berät dich auch Heike Lemmel vom ASF-Spendenservice: lemmel[at]asf-ev.de

Du kannst mit Hilfe unseres Patenflyers für Patenschaften werben. Diese Flyer liegen den Info-Materialien zur Patensuche bei. Eine Patenschaft ist interessant und attraktiv: Die Paten erhalten zwei Projektberichte, welche du in deiner Dienstzeit schreiben wirst. Viele Freiwillige stehen über Blogs und Rundmails mit ihren Paten im Kontakt. Die Paten erhalten darüber hinaus von ASF Spendenbescheinigungen und - wenn sie mögen - die ASF-Zeitschrift „zeichen“.

Können es auch weniger oder mehr als 15 Paten sein, die dann entsprechend weniger oder mehr spenden?

Es ist unser Anliegen, die ASF-Arbeit in einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Bei der Suche von Paten geht es also um mehr als die finanzielle Unterstützung des Friedensdienstes. Deshalb sollten es nur im Ausnahmefall weniger als 15 Personen sein, die dann mehr spenden. Gern können mehr Paten gefunden werden, die in Ausnahmefällen weniger spenden.

Welche Informationen benötigt ASF über deine Paten?

Du bekommst in der Vorbereitungszeit eine Patenliste per E-Mail zugeschickt. Bitte trage deine Paten in die Liste ein und maile die ausgefüllte Excelliste an Heike Lemmel. Bitte sammle die Einzugsermächtigungen deiner Paten ein und schicke sie in einer oder in zwei Sendungen an ASF.

26. Praktikum

Zur Vorbereitung auf deinen Friedensdienst gehört ein zweiwöchiges Praktikum im sozialen Bereich. Wir empfehlen, das Praktikum an einem Stück zu absolvieren. Wenn es deine Zeitplanung nicht erlaubt, kannst du es auch aufteilen, z.B. auf mehrere Wochenenden oder auf zwei einzelne Wochen. Auch ASF-Sommerlager im sozialen Bereich werden als Sozialpraktikum anerkannt.

Bitte kläre mit deiner Praktikumsstelle die Frage der Unfall- und Haftpflichtversicherung in der Arbeitszeit. In manchen Fällen werden diese Versicherungen über die Praktikumsstelle angeboten. ASF übernimmt keine Kosten.

Wir empfehlen prinzipiell allen Freiwilligen ein Praktikum im sozialen Bereich, auch wenn die zukünftige Einsatzstelle etwas ganz anderes sein wird (z.B. Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit). Egal, in welchem Bereich du deinen Friedensdienst leisten wirst, du wirst immer sozialen Fragen begegnen. Eigene Erfahrungen in diesem Bereich werden dir helfen, die Gesamtarbeit von ASF besser zu verstehen und deine Mitfreiwilligen zu unterstützen.

Wir empfehlen sehr, in Arbeitsbereichen mitzuarbeiten, die dir noch fremd sind oder wo du noch Berührungsängste hast. Sich auf etwas ganz Neues und Unbekanntes einzulassen und eigene Grenzen zu erfahren und vielleicht auch zu überwinden ist eine gute Übung für den folgenden Friedensdienst. Empfohlene Praktikastellen sind z.B. Wohnungseinrichtungen oder Tagesstätten für Menschen mit Behinderungen, Seniorenprojekte, Initiativen zur Unterstützung obdachloser Menschen. ASF erkennt in der Regel keine Praktika in Kindertagesstätten an.

Bitte schicke eine Bestätigung über dein Praktikum an ASF.

27. Referent_innen im Berliner Büro

  • Frankreich, Niederlande, (Info- und Auswahlseminare, Vorbereitungsseminar):
    Eike Stegen 030-28 395 217, stegen[at]asf-ev.de
  • Deutschland, Polen, Tschechien, USA, (Gedenkstättenfahrten, Freiwilligenkoordination):
    Thomas Heldt Tel. 030-28 395 176, heldt[at]asf-ev.de
  • Belarus, Norwegen, Russland, Ukraine, (Sommerlager-Programm):
    Sina Gasde, Tel. 030-28 395 181, gasde[at]asf-ev.de
  • Belgien, Großbritannien, Israel, (Info- und Auswahlseminare, Azubi-Programm):
    Bernhard Krane, Tel. 030-28 395 188, krane[at]asf-ev.de

28. Reisekosten

ASF trägt die Kosten der An- und Abreise zu den Seminaren und in die Einsatzstellen:

  • vom Heimatort zum Vorbereitungsseminar
  • vom Vorbereitungsseminar zu den Orientierungstagen (für Freiwillige in Deutschland und in Polen finden Vorbereitung und Orientierung jeweils an einem Ort statt) und zum Projektort
  • vom Projektort zu den ASF-Seminaren und zum Abschlusstreffen im Projektland
  • vom Abschlusstreffen und aus dem Projektland zurück an den Heimatort

Die Anreise zu deinem Vorbereitungsseminar organisierst du selbständig und bitte möglichst kostengünstig. ASF erstattet dir die Kosten auf dem Seminar: maximal in der Höhe eines Bahn-Ticket 2. Klasse. Auch wer mit dem Auto anreist erhält Benzinkosten maximal in der Höhe eines Bahn-Tickets 2. Klasse. Bitte lege dazu die Originalbelege (Tickets, Quittungen) und einen Kostenplan der Bahn vor.

Alle weiteren Tickets bis zu deinem Projektort bucht ASF.

Freiwillige, die ihren Dienst bereits im August in Norwegen beginnen, erhalten ihre Anreisekosten zum Projekt sowie die Reisekosten zum Vorbereitungsseminar und zurück in ihr Projekt von ASF erstattet. Mehr Informationen erhältst du von deiner zuständigen Referentin.

29. Reisegepäck

Die Anreise in dein Projekt erfolgt entweder per Bus, Bahn, Schiff oder Flugzeug. Nimm nur soviel Gepäck mit, wie du selbst tragen kannst! Es empfiehlt sich eine Testrunde zu Hause.

Wenn du per Flugzeug reist (vor allem: USA, Großbritannien, Russland, Israel, Norwegen), beachte bitte die Gepäckbeschränkungen der jeweiligen Fluglinie. Diese liegen oft bei nur 15 kg bis 20 kg. Übergepäck und Sondergepäck kann sehr teuer werden und du musst diese Kosten selbst tragen. Wichtig ist, auch Gepäckbeschränkungen bei Inlandsflügen zu berücksichtigen (z.B. in Norwegen). Kläre Übergepäck oder Sondergepäck in jedem Fall rechtzeitig mit deiner Fluggesellschaft.

30. Schlafsack

Auf Seminaren und Reisen benötigst du in vielen Ländern einen Schlafsack. Bitte erkundige dich bei deinen Vorgängern, ob du einen benötigst und besorge ihn gegebenenfalls vor deiner Ausreise.

31. Solidaritätsbeitrag

Ein ASF-Friedensdienst kostet durchschnittlich 15.600 Euro im Jahr. Alle Freiwilligen aus Deutschland werden gebeten, einen Solidaritätsbeitrag in Höhe von 990 Euro zu leisten. Das – und die Einwerbung von Patenschaften – ist dein Beitrag zu den Gesamtkosten, die ASF im Laufe deines Dienstes entstehen.

Die Kosten in den Ländern unseres internationalen Programms sind unterschiedlich hoch. Trotzdem bittet ASF alle Freiwilligen, unabhängig vom Projekt und Land und unabhängig von sonstigen Förderprogrammen, um diesen Beitrag, damit die Entscheidung für die Mitarbeit in einem bestimmten Land nicht vom Geldbeutel der Freiwilligen abhängt.

Für ASF ist der Solidaritätsbeitrag ein wichtigen Beitrag und eine Spende, die uns die Durchführung unseres Programms ermöglicht. Der Friedensdienst soll jedoch niemandem in finanzieller Not verwehrt bleiben. Bei Problemen wende dich bitte frühzeitig an die oder den für dich zuständigen Referentin / Referenten.

Bitte überweise deinen Solidaritätsbeitrag bis 1. Juni an ASF.
Spendenbescheinigungen werden von ASF automatisch zu Jahresbeginn des Folgejahres zugestellt.

32. Sprachqualifikation

Die Sprachqualifikation ist ein wichtiger Teil deiner Vorbereitung auf den Friedensdienst. Bitte nimm diese Vorbereitung sehr ernst! Je mehr Sprachkenntnisse du im Vorfeld sammeln kannst, desto leichter wird dir der Einstieg in deinen Dienst fallen. Wir empfehlen dringend, dass du dich so intensiv wie möglich sprachlich vorbereitest.

ASF bzw. die Projektpartner unterstützen den Neuerwerb der Sprache des Einsatzlandes. Findet kein zentral von ASF organisierter Sprachkurs oder keine Unterstützung durch Projektpartner statt, kannst du gegen Vorlage von Belegen maximal 250 Euro als Zuschuss für individuelle Kurse erhalten. Das betrifft ausschließlich den Erwerb einer für das Gastland notwendigen Neusprache.

Falls dein Dienst über das Programm „Europäischer Freiwilligendienst“ (EFD/EVS) gefördert wird, stellt dir EVS online ein Sprachtool zur Verfügung. Du bist vor Dienstbeginn und zu Dienstende verpflichtet, einen Sprachtest über dieses Onlinetool abzulegen und kannst dieses Tool zum Lernen nutzen.

33. Standards im Land

ASF sorgt – in Absprache mit den Projektpartnern – für Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld. Darüber hinaus sorgt ASF für deine Auslandskranken- Unfall und Haftpflichtversicherung im Land (siehe unten > Versicherungen)

Der Standard der Unterkunft und die Höhe des Taschengeldes richten sich nach landesüblichen Bedingungen, nach den finanziellen Möglichkeiten der Partner und manchmal auch nach den Lebensumständen der Menschen, mit denen die Freiwilligen zusammenarbeiten. Die Bedingungen sind meist viel bescheidener, als du von zu Hause gewohnt bist.

34. Unterkunft

In vielen Fällen suchen die Freiwilligen ihre Unterkünfte selbst. Sie werden dabei unterstützt durch Projektpartner und Landesbeauftragte/n. Manchmal können Freiwillige die Zimmer ihrer Vorgänger übernehmen. In manchen Ländern mietet ASF Wohnungen oder Zimmer an. Manchmal wohnen die Freiwilligen mit anderen Freiwilligen oder Einheimischen in Wohngemeinschaften oder in Lebensgemeinschaften.

In einigen Fällen wohnen die Freiwilligen direkt in ihrem Projekt (z.B. in Lebensgemeinschaften, in Folkehøgskolen oder in Kibbutzim).

Bitte nimm mit deinem Vorgänger / deiner Vorgängerin und zuständigen Landesbeauftragten Kontakt auf kläre mit ihnen deine Fragen zur Wohnungssituation direkt.

Lage

Das soziale Umfeld und die Ausstattung der Unterkünfte der Freiwilligen sind oft sehr einfach. Zwischen Unterkunft und Projekt können Wege von einer Stunde und länger liegen.

Miete

ASF bzw. die Projektpartner tragen die Miete für deine Unterkunft. Wenn Freiwillige ihre Unterkunft selbst suchen müssen, erhalten sie ein Budget für die Miete ausgezahlt. Dieser Betrag orientiert sich an den Mietpreisen des jeweiligen Ortes.

Ausstattung

Die Ausstattung der Wohnungen bzw. Zimmer beschränkt sich auf das Notwendigste: Bett, Tisch, Regal, Stuhl und einfache Küchenausstattung. Nicht immer gibt es Waschmaschinen in den Unterkünften. In diesem Fall müssen öffentliche Waschsalons genutzt werden.

In einigen Wohnungen ist Bettwäsche vorhanden – das ist jedoch nicht die Regel. Oft kannst du kostengünstig Bettwäsche vor Ort erwerben oder Wäsche von deinen Vorgänger*innen übernehmen. Erkundige dich bei ihnen über die Ausstattung der Zimmer.

Umzüge in der Dienstzeit

Ein Wohnungswechsel während des Freiwilligendienstes prinzipiell nicht möglich. Das betrifft insbesondere Freiwillige, die in von ASF angemieteten Wohnungen leben. Falls Freiwillige sich selbst Unterkünfte suchen, hängt es vom jeweiligen Mietvertrag ab, ob ein Wechsel möglich ist. Es kann jedoch auch selten vorkommen, dass ein Wechsel der Unterkunft während der Dienstzeit notwendig wird, wenn ein Vertrag ausläuft.

35. Urlaub

Dein Urlaubsanspruch ist vertraglich festgeschrieben. In Europa erhalten die Freiwilligen in der Regel 20 Urlaubstage in 12 Monaten. Urlaub muss immer mit dem Projektpartner abgesprochen und vom Projekt genehmigt werden. Er sollte nicht in den ersten 3 Monaten der Dienstzeit genommen werden. Das Landesbüro muss immer über längere Abwesenheiten informiert werden.

36. Versicherungen

ASF schließt für dich folgende Versicherungen ab: Auslandskrankenversicherung, Haftpflichtversicherung und Unfallversicherung. Die Versicherungsdienstleister sind abhängig vom rechtlichen Rahmen deines Dienstes. Lies sorgfältig alle dir vorliegenden „Merkblätter über Versicherungsleistungen im Friedensdienst“!

Der Hausrat der Freiwilligen ist generell nicht über ASF versichert. Allerdings ist Hausrat oft über eine bestehende Hausratversicherung in Deutschland für Auslandsaufenthalte bis zu zwei Jahre mitversichert. Informiere dich bei deiner Hausratversicherung.

37. Visum

Für Belarus, Israel, Russland, Ukraine und die USA benötigst du ein gültiges Visum. ASF unterstütz dich bei der Beantragung. Dafür benötigst du sehr schnell nach Vertragsabschluss einen gültigen Pass, der noch mindestens 6 Monate nach Dienstende gültig sein muss – also in der Regel bis zum März in zwei Jahren. Falls du keinen so lange gültigen Pass hast, besorge dir bitte umgehend einen neuen Pass!

Die Visumsbeschaffung bedeutet einen großen organisatorischen Aufwand, der nicht immer reibungslos klappt, denn die Bestimmungen ändern sich oft kurzfristig. Die zuständigen Referentinnen / Referenten informieren dich über die notwendigen Schritte und begleiten dein Antragsverfahren.

Visaverfahren sind oft sehr teuer und kostspielig. ASF übernimmt die meisten Kosten, die dir im Antragsverfahren entstehen. Nicht erstattet werden können Kosten für Ausweise oder Pässe sowie Kosten, die nach Verlust von Dokumenten entstehen, sowie Zusatzkosten, die durch selbstverschuldeten Verlust des Aufenthaltstitels entstehen.

Stand: Januar 2017

Bei weiteren Fragen

Wenn auch nach dem Lesen dieser FAQ noch Fragen offen geblieben sein sollten, meldet euch einfach telefonisch oder via Email im ASF-Infobüro:
Tel: 030/28395-184
Mail: infobuero[at]asf-ev.de