Leitbild für die Freiwilligenarbeit

Seit mehr als sechzig Jahren ermöglicht Aktion Sühnezeichen Friedensdienste verschiedenen Generationen, sich selbstkritisch mit der Geschichte auseinanderzusetzen und politisch verantwortlich für eine gerechte und friedliche Welt einzutreten. Jedes Jahr entsendet ASF etwa 180 Freiwillige für einen einjährigen Dienst in 13 Länder in Europa, nach Israel und in die USA.

Sie engagieren sich und arbeiten in Projekten, die sich gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund von Religion, sexueller Identität, Hautfarbe oder Sprache richten. Die Freiwilligen arbeiten mit Holocaust-Überlebenden und ihren Nachkommen, mit sozial Benachteiligten und in der historisch-politischen Bildungsarbeit. Das Interesse an dem Thema Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus sowie eine Offenheit für weltanschauliche Vielfalt zeichnen die Freiwilligen aus. Sie setzen sich aktiv gegen Antisemitismus, Rassismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein.

Die kritische Aneignung der eigenen Geschichte, das Kennenlernen anderer Narrative und das Verständnis für die Relevanz von Geschichte für aktuelle Beziehungen sind aus unserer Sicht wesentliche Grundlagen, um antidemokratische und menschenfeindliche Einstellungen abzuwehren und Gerechtigkeit und Frieden zu fördern.

Wichtige Partner*innen für unsere Arbeit mit den Freiwilligen sind nichtstaatliche Organisationen, Kirchen und Religionsgemeinschaften. Nicht nur die Freiwilligen befinden sich in einem steten produktiven Lernprozess, sondern auch die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen und die beteiligten Partner*innen.

  • Gefördert vom:
  • im Rahmen des Bundesprogramm
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